Presse und Verlautbarungen

Pressemitteilung - Johler Subvention

17.09.2008


JOHLER SUBVENTION:

EWA RICHTET SCHARFEN PROTEST AN DAS WIRTSCHAFTSMINISTERIUM SCHLESWIG HOLSTEIN UND WENDET SICH AN DIE FDP OPPOSITION IM LANDTAG: „MAßNAHME FÜHRT ZU ARBEITSPLATZVERNICHTUNG“
 

Güster, den 17. September 2008

Neben einer Reihe von Einzelprotesten, die Unternehmer direkt an das Wirtschaftsministerium von Schleswig Holstein richteten, warf der Gründer und Sprecher der EWA (European Web Association), Unternehmensberater Michael Dömer, dem Wirtschaftsminister von Schleswig Holstein in einem Schreiben vom 17.09.08. Wettbewerbsverzerrung und Verschwendung von Steuergeldern vor.

Die EWA vertritt in ihren ca. 50 Unternehmen mit rund 3,3 Mrd. Umsatzvolumen und fast 15.000 Mitarbeitern ca. 70 % des deutschen Rollenoffsets als Interessenorganisation. Im Rollenoffset werden Zeitschriften, Kataloge und Zeitungsbeilagen in hohen Auflagen produziert. Der Wettbewerb untereinander ist überregional.

Die Subventionspolitik eines maroden Unternehmens führe in einem Verdrängungswettbewerb letztlich nicht zum Erhalt, sondern zur weiteren Vernichtung von Arbeitsplätzen, so Michael Dömer in seinem Schreiben.
Die Druckindustrie leide seit Jahren unter einem Verdrängungswettbewerb. Das seit Langem marode Unternehmen Johler Offset Neumünster sowie auch Nordoffset in Ellerbek hätten bereits begonnen, nun durch die günstigen Einstiegsbedingungen aus der Insolvenz sowie die staatlichen Fördermittel mit aggressiver Preispolitik den Markt weiter nach unten zu ziehen.

„Nun müssen Druckunternehmen, die aufgrund hoher Managementqualifikation und persönlichem Einsatz und Verzicht in der Lage sind, Steuern zu bezahlen, mit diesen ihren Wettbewerb finanzieren. Fatal ist, dass dieser subventionierte Wettbewerb aufgrund anderer Kostensituation eine besonders aggressive Preispolitik betreibt.“

In einem ausführlichen Telefonat appelliert Dömer zudem an die FDP Opposition im Schleswig Holsteinischen Landtag, gegen diese Eingriffe des Landes in den Wettbewerb einzuschreiten. Der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP Fraktion Dr. Heiner Gag sagte zu, unmittelbar in einem Schreiben an den Wirtschaftsminister die Hintergründe und Begründungen zu hinterfragen.

Gegenüber der Presse äußerte Michael Dömer, dass es Aufgabe von Unternehmern und Unternehmensberatern sei, Unternehmen aus eigener Kraft für die Zukunft fit zu machen. Johler wäre nicht der erste Fall, in dem  Unternehmen mit Subventionen es später doch nicht geschafft haben, sondern sich der Verlust von Arbeitsplätzen zusätzlich auf andere Unternehmen aufgrund subventionierter aggressiver Preispolitik ausgeweitet habe.

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