Presse und Verlautbarungen

Rollenoffsetdrucker in der EWA entrüstet über Mäc Geiz

09.12.2009


Die Versuche, die schwierige Situation der Druckindustrie und auch anderer Lieferanten mit äußerst fragwürdigen Methoden auszunutzen, treiben immer neue Blüten. So fordert das Unternehmen „Mac Geiz, Der Haushalts-Discounter“ in einem Schreiben an seine  Lieferanten vom 19. November 2009 einen Bonus rückwirkend für bereits hart verhandelte und fakturierte Umsätze aus 2009 von 2.5 %. 
Das Schreiben will nicht auf eine Antwort warten sondern stellt im letzten Satz ultimativ fest: “Ihr Einverständnis vorausgesetzt, würden wir  die Beiträge ermitteln und im Laufe der kommenden 14 Tage in Rechnung stellen.“


Die European Web Association ist die privatwirtschaftlich organisierte Interessenvertretung des Rollenoffsets und einiger Tiefdrucker, in der ein Umsatzvolumen von ca. 3,3 Mrd. € vertreten sind. Die Unternehmer zeigen sich entrüstet. Unternehmensberater Michael Dömer, der auch Sprecher der EWA ist: „Der Drucker hat die Wahl zwischen Pest und Cholera: entweder er zahlt oder er fällt in Ungnade mit der Gefahr, den Auftrag nicht mehr zu bekommen. Diese auch rechtlich fragwürdige Aktion ist zumindest ein Zeichen von Sittenverfall in der Wirtschaft, die mit ehrbarem Kaufmannsgeist nichts zu tun hat. „ Nach Informationen von Michael Dömer haben die betroffenen Drucker das Ansinnen schon freundlich zurückgewiesen. Ein Unternehmer aus dem Rollenoffset: “Die Dreistigkeit ist kaum zu überbieten. Ich hoffe, dass auch andere Kollegen sehr genau überlegen, mit wem Sie als Partner auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Die Branche braucht auch in der Krise Selbstbewusstsein.“  Michael Dömer: „Der Bürger, der billig einkauft muss viel mehr erfahren, was die „geiz ist Geil“ Anbieter da tun, was letztlich zum Verlust von Arbeitplätze führen kann. Ich bezweifle, ob man dann noch gerne dort einkauft."

 

Weitere Informationen unter www.ewa-print.de,

Zurück zur Startseite