Presse und Verlautbarungen

Rede von Michael Dömer zum Dehnberger Forum 2011

22.09.2011


Hochverehrtes Publikum,

 

ich bin ja froh und stolz auf Sie, dass Sie nach Dehnberg gefunden haben. Man traut Ihnen ja offenbar sonst nicht so viel zu, aber das hat schon mal geklappt.

 

So selbstverständlich scheint das ja nicht zu sein, wenn man so die Schlagzeilen liest. Seit Jahren lese ich, wie sich die Branche voller Selbstzweifel selbst melancholisiert.

 

„Oh je, wir sind zu technisch orientiert! Mein Gott, wie furchtbar – wir können nicht im Sinne des Kunden denken! Welch dramatische Unternehmenssituation: wir sind immer noch nicht im Industriezeitalter angekommen!“

Da kann man sich ja freuen, dass Sie wenigstens in Dehnberg angekommen sind.

 

Durch ständiges Wiederholen wird das nicht richtig. Manche Leute scheinen sich aber daran zu ergötzen wie ein hypersexueller Dackel am Sofakissen.

 

Im Ernst: Schauen Sie sich doch mal die Wirklichkeit Ihrer high tech Unternehmen an!

Von wegen „nicht angekommen“.

 

War das mal eine stolze Branche!

Drucker und Setzer, Druckunternehmer, das war Elite!

Denken wir mal nach, ob es ernsthaft Gründe gibt, warum das nicht mehr so sein sollte. Sie sind Elite!

Es ist doch erstaunlich, was diese Branche alles leistet und sich dennoch zu schämen scheint. Technologischer Wandel, Individualisierung, Brillianz. Mehrstufige Technologie und Können. Jetzt noch Multichannel.

 

Das ist nun wirklich bei aller Neutralität keine Schraubenwerkstatt, bei aller Wertschätzung – das ist genialer als Papier oder Farbe herzustellen. Die haben keine Selbstzweifel.

 

Vor einiger Zeit gab es in einer Zeitschrift so ein Gruppeninterview, wo alle, die zur Branche gehörten sich überboten, was man alles nicht kann. Es war ein Druckkunde in dem Gesprächskreis. Er war der einzige, der sich positiv über die Branche äußerte.

 

Die Branche ist nicht hinter dem Mond, sie redet und verhält sich selbst dorthin.

 

Selbstverständlich ist nicht alles in Ordnung!

Selbstverständlich stehen wir nicht am glorreichsten oder am katastrophalsten Ende der Welt, der Wirtschaft, der Branche.

Es gab immer Entwicklungen, mal linear, mal durch heftige Impulse. Daraus werden meist Entwicklungssprünge. Es gab immer gute und schlechte Unternehmen – und das in allen Branchen.

 

Nun sind wir in einem Umbruch und werden ihn schaffen!

 

Und, liebe Unternehmer und Führungskräfte, Sie sind doch keine Statisten! Sie sind Kämpfer!

 

Sie sind die Spieler, Sie sind die Regisseure Ihres Stücks.

Um den Vortragstitel eines Referenten zu benutzen:

„Umarmen Sie den Fortschritt!“

 

Wenn die Welt, Ihre Welt schlecht oder schwierig ist; „Wohlan denn – Sie sind da, sie besser zu machen!“

 

Wenn Ihr Unternehmen oder die Branche Schwierigkeiten hat=> „Wohlan denn: Sie sind da, es besser zu machen!“

 

Lassen Sie sich doch nicht sagen, etwas sei alternativlos!

 

Die Krise ist nicht da, weil die Märkte versagen, im Gegenteil! Das sagen die, die Macht über Sie haben wollen und keine Märkte mögen.

 

Man entwickelt schreckliche Szenarien von Ökokatastrophen, um Gesetze zu machen, die Sie in Ihrem Freiraum eingrenzen und nennt es „nachhaltig“.

Nicht die Familienministerin oder Eurobürokraten entscheiden, ob Ihr Kind dick sein darf.

Die Entwicklung von Print ist nicht automatisch durch die Digitalisierung der Kommunikation negativ bestimmt.  Sie bestimmen den Stellenwert von Print im Multichannel – Zeitalter! Es gibt genügend Beispiele: Ob edle Produkte von MVG,  „Landlust“ oder tolle Kataloge von Unternehmen. Beispiele wie Flyeralarm, Niedermayr, Weiß Druck? Warum nehmen wir Fink oder Schlott als Maßstab und nicht die erfolgreichen?

 

Ihr Unternehmen wird erfolgreich sein, wenn Sie es wollen!

„Wo aber Gefahr ist, da ist das Rettende auch!“

Und das sind Sie! – Der Rettende! Der Kämpfer!

 

Überlassen Sie es den Sacharbeitern, nur den Ausschnitt des Lebens zu sehen, der sie gerade umgibt. Wer nach Dehnberg kommt, der hat es verstanden. Die anderen suchen noch!

 

 

 

 

 

Das sind keine Beschwörungsformeln, meine Damen und Herren, das ist Realität und deshalb hat Dehnberg ein anderes Konzept. Sie sollen als Leader von Organisationen nicht drauf reduziert werden, sich mit Maschinenbreiten, Farbsteuerung, Zonenschrauben oder FM Raster zu beschäftigen. Alles wichtig aber dann sinnlos, wenn Sie im Hamsterrad bleiben.

 

Wichtige und dringliche unternehmerische Fragen und auch Ihre Rolle im System Marktwirtschaft erfordern mehr.

 

Ich bemühe erneut Johann Wolfgang von Goethe auf dieser Bühne: „Es ist der Geist, der sich den Körper baut“ – Ihren eigenen Körper, den Körper Ihres Unternehmens und den Körper von Wirtschaft und Gesellschaft. Sie sind keine Opfer! Never! Sie haben den Geist, es zu ändern.

 

Was ist aber die Voraussetzung, die Sie brauchen, um Herr des Verfahrens zu sein?

-       Sie brauchen Selbstbewusstsein – auch als Branche

-       Sie brauchen Kommunikation, die Sie ermuntert, Sie bestätigt, Sie brauchen Informationen

-       Sie brauchen den Blick über den Tellerrand hinaus!

 

Das ist der Treibstoff ...

Ich möchte Sie damit nicht in die Zeit der Visionen zurückführen, nicht metaphysisch werden, sondern knallhart real.

 

Es bedarf beides:

Die Überzeugung, einen Weg zu gehen und –sehr wichtig– diesen auch wirklich pragmatisch voranzuschreiten.

 

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ statt:

„Er hatte Weitblick, stolperte aber über seine Füße.“

 

Ich habe nun genügend Unternehmen erlebt und aktiv geführt, die kurz vor der Grätsche den Turnaround geschafft haben und andere, die nicht. Es geht immer.

 

Es wird zuwenig analysiert, was die gemacht haben, die es nicht geschafft haben.

 

Mit Power führt man Unternehmen, nicht mit Power-Point und Exellisten. –

 

Ich habe nie erlebt, dass fehlende Imagebroschüren oder eine schlechte Homepage zum Abgrund führten. Es war auch nicht eine mangelnde Prozessoptimierung, es war nie die 35-Stunden-Woche, die schuld war.

 

Alles Themen, die Bedeutung haben – aber nicht die entscheidende.

 

Klimaneutrales Drucken, Zertifizierung, PSO und was da so alles ganze Veranstaltungen und Zeitschriften füllt:

Wichtig aber: Das sind keine Geschäftsmodelle, das kann man machen – aber doch nicht mit dieser Intensität in Relation zur Steuerung des Unternehmens. Das rettet nicht, wenn Sie es haben, das gefährdet nicht, wenn es fehlt!

 

 

 

Vorige Woche meldete die noble Firma Meinke in Neuß Insolvenz an. Die hatten alles – und machten PR ohne Ende: Nun ist das Licht aus!

 

Gerade in den letzten Jahren finden Sie markante Beispiele von Unternehmen, die nach 4 Jahren hochprofessioneller, sogenannter industrieller Begleitung und Berge von Exellisten ihr Ziel erreicht haben:

Die Insolvenz.

 

Lassen Sie sich das durch den Kopf gehen.

Was verhindert den Erfolg?

 

Unternehmen scheitern an mangelnden operationalisierbaren Konzepten und: das entscheidende – an fehlender konsequenter Führung.

Es ist heute nicht Inhalt meines Vortrages darauf einzugehen.

 

Ich möchte mit diesen Aussagen die Bedeutung von Dehnberg unterstreichen – als Forum für unternehmerische Verantwortung.

 

Wann fehlt konsequente Führung - mal abgesehen von Unfähigkeit, die wir bei den Gästen hier ausschließen?

 

Wenn man nicht selbst überzeugt ist, unsicher, sich vom Zeitgeist verrückt machen lässt, wenn man im eigenen Saft schmort statt nach Dehnberg zu fahren um sich Gesprächen zu öffnen, um zuzuhören, sicherer zu werden

-> dann fehlt die Grundlage.

 

Wichtig ist natürlich, sich danach nicht zurück zu lehnen nach dem Motto: „Ne, was war das schön“, sondern:

Was mache ich aus den gewonnenen Erkenntnissen.

 

Keine Zeit?

Na, dann bald mehr.

 

Die kollektive Unterwürfigkeit und Selbstanklage der Branche führt dazu, dass man zu wenig Geld verdient!

 

 

Wir haben heute Redner, die dazu etwas zu sagen haben – aus ihrem echten Leben und Unternehmen – Erfolgsstories!

 

Wir haben Sie als Zuhörer, die hören wollen – und am Ende ist der Sinn des Ganzen, dass daraus Zukunft wird.

 

 

Das ist Kommunikation a la Dehnberg!

Herr Finkbeiner -

Es ist „cool“, dass Sie das Ihren Kunden ermöglichen.

 

Wenn´s klappt, dann gibt´s auch den return für Sie.

 

 

Spielen wir nun in mehreren spannenden Akten – interaktiv – Ihr Stück für die Zukunft – Dehnberg gibt Impulse – tun und kämpfen müssen Sie.

Wohl an, Du bist da, es besser zu machen!

 

 

Vielen Dank.

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