Presse und Verlautbarungen

Auszug aus dem EWA-Rundschreiben 01/2003

03.02.2003

von Michael Dömer

Liebe EWA-ler,

ich hoffe, Sie hatten einen fröhlichen Start ins neue Jahr und wünsche Ihnen alles Gute. Wenn man die Flut der Zeitungsbeilagen sieht, die uns mit unglaublichen Preisreduzierungen überraschen, dann könnte man meinen, die Drucker müssten jubilieren.

Ich denke, dass die Preise, die für diese Produkte erzielt werden, wenig fröhlich stimmen.

So richtig geht es mit dem Konsum trotzdem nicht aufwärts. Wer sich etwas mit Volkswirtschaft auskennt, der weiß, dass darin die Gefahr der Rezession liegt. Der Kunde übt Kaufzurückhaltung in der Hoffnung, die Preise würden weiter sinken.

Wie sollen die Preise wieder steigen? Die Zeitungen berichten über einen verbraucherfreundlichen Trend. Wie vordergründig! Viele Menschen bereiten durch die Schnäppchenjagd ihre eigene Arbeitslosigkeit vor! Nur handelt der einzelne nicht makroökonomisch und als homo oeconomicus verständlich!
Verantwortungslos handeln nur Politiker und Gewerkschafter. Die Gewerkschafter haben aus meiner Sicht so manches menschliche Schicksal auf ihrem Gewissen. Rücksichtslose Machtausübung a la Bsirske zerstören Staat und Familien und kaum einer hat den Mut, dagegen Front zu machen. Hören Sie den Verbalterrorismus, den diese vermeintlichen Arbeiterfreunde in der Öffentlichkeit verbreiten? Auf der anderen Seite die fast ängstliche Sprache der Arbeitgeberverbände? Die platten Aussagen sind für den einfachen Menschen wie eine Bild-Zeitungsüberschrift:einsichtig und einfach logisch. Die Krankenschwester darf nicht abgekoppelt werden vor der Gehaltsentwicklung in der Privatwirtschaft. Dass die Abschlüsse dort aber bereits viele in die Arbeitslosigkeit gebracht haben, wird verschwiegen.
Wird Schröder viel durchsetzen können von seinen neuen Bekenntnissen zu einer Politik aus den Programmen der Liberalen? Ich glaube kaum, dass er es überleben wird gegen die linken geistigen Kleinrentner der Basis und die drohende Macht der Gewerkschaftsfunktionäre in den eigenen Reihen. Deshalb mein dauernder Apell: Mischen Sie sich ein, klären Sie auf, bei den Jungen von Ihnen ist es Ihre Zukunft als freie Unternehmer, bei den älteren Ihre Lebensleistung, die verhöhnt wird! Schreiben Sie Leserbriefe, geben Sie Interviews, machen Sie Betriebsversammlungen und nennen Sie beim Namen, was da läuft! Nicht mehr lange und Bsirske steht mit seinen Kettenhunden auch wieder vor Ihrer Tür.

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