Presse und Verlautbarungen

Liberaler Mittelstand aktuell

04.04.2003


Die Bundesvereinigung Liberaler Mittelstand e.V. ist am 9. November 2001 im Reichstag in Berlin gegründet worden. Sie ist ein Zusammenschluss von mittelständischen Unternehmern, Freiberuflern, Handwerkern und Angestellten aus diesen Bereichen, die ihre Kompetenz und ihre Ideen in die praktische. Politik einfließen lassen und liberale Initiativen unterstützen wollen. Machen Sie mit. Der Mittelstand braucht eine stärkere Lobby.


MITTELSTAND IN GEFAHR, MARKTWIRTSCHAFT IN GEFAHR

Hat unser Erfolgsmodell Marktwirtschaft nicht mehr Zivilcourage und Engagement verdient, es zu verteidigen? Was da seit Jahren in kleinen Schritten an Abbau von Grundlagen der Marktwirtschaft erfolgt, wird zwar von einigen, insbesondere von FDP und Mittelstand beklagt, dann aber als Einzelfall bedauernd hingenommen. Die Addition all dieser Einzelfälle hat aber inzwischen dazu geführt, dass der ordnungspolitische Rahmen zu einer Ruine zu werden droht.


Bürokratisierung, unerträgliche Gewerkschaftsmacht,
Staatsinterventionismus, Subventionen, Umverteilung, mittelstandsfeindliche Gesetze, Steuerpolitik, Förderung von Konzentrationsprozessen und vieles mehr sind keine kleinen Sünden, sondern zerstören Grundwerte.
Identitätskrise?

Die Kultur des Erfolges waren unternehmerische Freiheit und Selbstverantwortung, die Belohnung von Leistung und der besten Idee. Das führte zu Motivation und Spitzenleistung, von der die ganze Volkswirtschaft profitierte. Trotz aller Widerstände kämpfen Unternehmer weiter, doch der Frust wächst, die junge Generation versteht oft die Alten nicht, die sich das antun. Das führt zu Nachfolgeproblemen. Die gesamtwirtschaftliche Konsequenz muss ich nicht theoretisch prophezeien, sie ist in Deutschland für jeden sichtbar. Neben der wirtschaftlichen Krise haben wir eine Identitätskrise und die ist langfristig schlimmer. Optimismus ist aber angebracht, wenn es uns gelingt, das Modell Marktwirtschaft proaktiv und mit breiter Unterstützung zu verteidigen und nachdrücklicher, mutiger und lauter etwas zu unternehmen. Wir müssen den Unternehmern Mut machen, dass Veränderungen möglich sind, denn viele haben vor der Politik resigniert.
Wölfe im Schafspelz.

Es muss auch der breiten Öffentlichkeit klar werden, dass viele, die sich plötzlich Freunde des Mittelstandes und der Marktwirtschaft nennen, entweder nicht wissen, worüber sie reden oder Wölfe im Schafspelz sind. Jede Gelegenheit muss genutzt werden, jede marktwirtschaftsfeindliche Bewegung, jedes auch noch so kleine Gesetzesvorhaben muss bekämpft werden, wenn es ordnungspolitisch schadet. Das gilt übrigens
auch dann noch, wenn das Gesetz verabschiedet ist. Dadurch wird es nicht richtig. Beispiel: Der Landesverband LM Schleswig-Holstein hat für die Bundes-Delegiertenkonferenz einen Antrag eingebracht, der eine aktive Bekämpfung des sog. Tariftreuegesetzes verlangt. Als Delegierter des Landesparteitages der FDP Schleswig-Holstein fordere ich die FDP in einem Antrag auf, dieses Gesetz auch nach seiner kürzlichen Verabschiedung durch den Landtag nicht nur juristisch sondern auch politisch weiter als ordnungspolitische Verfehlung wieder zu Fall zu bringen. Nur so kann Nachhaltigkeit entstehen. Die Bundesvereinigung Liberaler
Mittelstand mit ihren Landesvereinigungen ist die Organisation, die mit hohem Engagement ordnungspolitisch wachsam und aktiv ist und benötigt dazu eine breite Mitwirkung der Menschen, die mehr tun wollen, als den Lauf der Dinge zu beklagen. Ich denke, es lohnt sich.

Liberaler Mittelstand e.V.
Michael Dömer
Unternehmensberater und Vorsitzender des Landesverbandes
Schleswig-Holstein

Weitere Informationen: www.lm-sh.de

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