Presse und Verlautbarungen

Auszüge aus der Rede bei Hartmann-Open

05.09.2003


Meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Freunde,

es ist mir eine Ehre und Freude heute in diesem Kreis und bei diesem Fachsymposium von Sun Chemical Ihnen ein paar Stunden meine Einschätzung zur Lösung der Herausforderungen in der Druckindustrie nahe bringen zu können.

... Ich habe meinem Vortrag die Überschrift gegeben:

Druckindustrie auf den Weg ins Jahr 2005-
Zielen, die richtige Ansprechhaltung, mit Schwung schlagen
Weil ich meine, dass in diesen 3 Stufen–wie im Golf-das eigentlich einfache Rezept der Unternehmensführung liegt, das aber meist ausgerechnet in der Krise nicht angewandt wird.


Ich möchte im Folgenden

    1. eine kurze Bestandsaufnahme der globalen Branchensituation geben, 
    2. eine Prognose, wie ich die Trends sehe und 
    3. ein paar Ansätze, wie ich meine, dass Sie die Chance vergrößern auch 2005 und folgende noch bei Hartmann Open als Unternehmer dabei zu sein.
      Ich denke, dass Ihnen das gelingen wird, wenn Sie mir zuhören und Konsequenzen daraus ableiten, ...

Zur Situation:

Ich denke, hierüber wird genug gesprochen und es reichen Stichwort wie:

Ich stelle fest, dass die Chefs und einige Mitarbeiter immer fleißiger werden, nervöser werden.

Doch: Statt neue Wege zu gehen, verdoppeln und verdreifachen sie ihre Anstrengungen.
Vielfach steigt die Nervosität, manchmal auch Aggressivität.
Das ist verständlich: wo ist die unternehmerische Freiheit? Der Inhaber der Drucklinie, Theo Lieven hat das Buch geschrieben: Unternehmer sein heißt frei sein – Lesenswert!
Doch wenn ich mir so manchen Unternehmer anschaue, dann muss ich wohl frei sein neu definieren.
Wenn ich meine Anstrengungen verdopple und verdreifache, meinen Lohn dafür aber halbiere und dazu eigentlich die Sinnhaftigkeit des Unternehmerdaseins infrage stellen müsste, kann ich nicht so fröhlich sein. Da gab es mal so ein Wort wie Kapitalverzinsung...
Am größten ist der Ärger gegenüber dem Wettbewerber, weil DER es immer ist, der offensichtlich nicht rechnen kann.
Manche Unternehmer und Führungskräfte fahren deshalb auf Symposien und lassen sich Dinge erzählen, die schön sind, in eine andere Welt führen – leider müssen sie danach wieder in die Realität zurück. Symposien sind oft Opium fürs Management.
Wissen Sie, da werden Ratschläge gegeben, da muss man sich fragen, ob die Ihnen helfen sollen oder denen, die sie geben. Da ist es wie mit der Situation des Mannes, der im strömenden Regen gemütlich in seinem Sessel sitzt......
Da werden interne Workshops durchgeführt nach dem Motto: Wollen wir handeln oder bilden wir eine Projektgruppe?
Meine Damen und Herren in einem Artikel in der Welt wurde das anhand eines Beispiels schön dargestellt.
Die Deutschen stehen nach Schätzungen ca. 4,7 Milliarden Stunden im Stau, ein immenser wirtschaftlicher Schaden. Wie viele Stunden sie in workshops sitzen, wissen wir nicht, der volkswirtschaftliche und besonders betriebswirtschaftliche Schaden wird deutlich größer sein.
Nebenbei bemerkt, was für einen Unsinn wir da zum Teil bezahlen, zeigt das Beispiel an der Universität Bonn.
Dort wurden 100 Testpersonen gesucht, die einen Berg Geschirr spülen sollten, den sie vorher schmutzig gemacht haben. Man wollte den kulturellen Unterschied in den europäischen Spülgewohnheiten erforschen.
Jetzt kennen Sie die wirklichen Sorgen.
Zurück zur Branche, den Unternehmen:
Lassen Sie mich nur kurz ein paar Stichworte für Fehler in der Unternehmenspolitik nennen:

Liebe Zuhörer 

Vieles ist im Umbruch, na und, zu viel Wohlstand ist auch nicht gut. Denken Sie daran:  Wohlstand ist das Durchgangsstadium von der Armut in die Unzufriedenheit.
Ich wünsche uns allen einen schönen Abend!

Danke fürs Zuhören

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