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28.11.2003


Der auf die Druckindustrie spezialisierte Unternehmensberater Michael Dömer schätzt die Lage der Druckindustrie auch für das Jahr 2004 kritisch ein. Selbst wenn es zu einer leichten Erholung der Werbewirtschaft kommen sollte, wird sich die Steigerung deutlich mehr im Anzeigenbereich zeigen.
Die Überkapazitäten und der weiter starke Kostendruck bei den Kunden der Druckindustrie führt zudem zu einem anhaltenden Preisdruck, der in 2003 einen neuen Höhepunkt erreicht hatte.

Verstärkt wird diese Situation nach Einschätzung von Michael Dömer dadurch, dass die Investitionstätigkeit in Druckmaschinen zunehmen wird. Viele Unternehmen nehmen im Drupa-Jahr Ersatzinvestitionen vor, die bisher zurück gehalten wurden. Umsatzsteigerungen seien zudem kein Indikator für eine Lagebeurteilung, da die meisten Insolvenzen bei Vollauslastung erfolgt seien.
Steuerpolitische Überlegungen und die Erwartung einer Zinswende unterstützen die Pläne dies nach Ansicht von Dömer.
Die Ausmaße der Investitionen würden keine große Dimension haben, aber in der jetzigen Marktsituation zu weiteren Unternehmenskrisen führen.
Gut aufgestellte Unternehmen würden allerdings besonders gestärkt aus der Krise herauskommen.

Die Osterweiterung werde zudem Auswirkungen auf die Preise haben. Neben der Befragung vieler Bogenbetriebe stützt Dömer seine Aussagen auf das Meinungsbild von rund 40 großen Rollenoffset- und Tiefdruckbetrieben, die in der von ihm geführten EWA (European Web Association) organisiert sind.

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