Presse und Verlautbarungen

Pressemitteilung Expertenrunde am 10.02.2004 in Hamburg

23.02.2004


Am 10. Februar fand die angekündigte Expertenrunde „Printbuyer“ unter der Regie des Unternehmensberaters Michael Dömer und der MAN Roland AG in Hamburg statt. Ziel der Runde war es, alle Beteiligten der Wertschöpfungskette Druck an einen Tisch zu bringen, um über die derzeitige Effizienz und die zukünftige Ausrichtung der Prozesse rund um den Druck zu diskutieren. Die zentrale Frage war: „Wie können wir unser tägliches Geschäft besser, erfolgreicher und ertragsreicher gestalten?“

An der Expertenrunde nahmen ausgewählte Vertreter der verschiedensten Fraktionen teil. Angefangen bei Printbuyern aus der Industrie, von Werbeagenturen und Verlagen über Drucker, bis hin zu Herstellern aus den Bereichen Papier und Farben.

Für alle Teilnehmer der Prozesskette Druck ist vor allem ein aktueller Trend spürbar - einfache Produktlösungen sind nicht mehr erfolgreich. Die Märkte und die Kunden erwarten individuelle und facettenreiche Problemlösungen mit zusätzlichen Benefits. Henrik Schmidt, Geschäftsführer von Springer & Jacoby ist überzeugt: „Es gibt immer mehr Diversifikation bei Publikationen. Der Trend zur Kleinauflage ist immens.“ Hinzu kommt noch ein enormer Preisdruck auf alle Branchen der Druckindustrie und die neue große Medienvielfalt die dem klassischen Printprodukt zunehmend Konkurrenz macht.

Um diesen Trends gerecht zu werden, wird es immer wichtiger, sich nicht auf eine Insel zu flüchten, sondern Ziel muss sein, in Netzwerken zu kommunizieren, zu denken und zu handeln. Druckereien sollten sich als zentralen Knotenpunkt innerhalb eines Netzwerkes begreifen, so Frank Rump, Key Account Manager bei SunChemical. Zudem müssen Druckereien ihren Platz neu finden in der crossmedialen Welt. Michael Medweth, Geschäftsführer bei OZ Druck und Medien in Rheinfelden meint: „Wenn sich in den Köpfen der Druckindustrie nichts verändert, wird die Druckindustrie keine Chance haben.“ Druckereien müssen proaktiver werden und ihre Kunden mit Ideen auf Trab halten. „Meist wird aber erst  die Produktentwicklung der Druckereien gestartet, wenn Marktzwänge da sind“, so Robert Rabe, Jahreszeitenverlag in Hamburg. Wer sich statisch verhält, verhält sich zwangsläufig in Richtung Vergleichbarkeit, was den Preiskampf bei Druckprodukten zusätzlich fördert. Über kurz oder lang wird es die klassischen Druckereien nicht mehr geben, hier muss die Entwicklung zu vollstufigen Medienunternehmen stattfinden. Der Herstellprozess des Druckproduktes wird letztendlich nur noch Formsache sein.
Allheilmittel Netzwerk? Das Wort Vernetzung ist in aller Munde, aber über die Effektivität von so manchen Vernetzungsgedanken lässt sich trefflich streiten. „Aber Netzwerke sind die große Chance, es kann nur im Netzwerk funktionieren, denn Lösungen aus einer Hand sind wichtig“, sagt Günter Schlattmann, aus seinen langjährigen Erfahrungen als Bereichsleiter Marketing Services bei  KARSTADT Warenhaus AG in Essen.
Das Ziel von MAN Roland ist es, Initiator und Motor eines solchen Netzwerkes zu sein. Die Druckereien müssen dazu motiviert werden, sich aktiv am Gedankenaustausch mit der Zuliefer- und Weiterverarbeitungsindustrie zu engagieren. Im Rahmen des Netzwerkes muss eine Bündelung von Wissen stattfinden die keine Fragen offen lässt. Sozusagen ein „Who is who“ aller Unternehmen aus der Branche und deren Leistungsspektrum.

Zur Definition der konkreten Inhalte eines bedarfsgerechten Netzwerkes sind weitere intensive Gespräche geplant zusammen mit den Printbuyern, Druckern, Herstellern und Pre- und Postpress Fachleuten. Es muss eine anwenderorientierte Kommunikations- und Informationsplattform entstehen, die einen echten Nutzen darstellt. Denn so Peter Stämpfli von der Stämpfli Holding AG in Bern: „Ich muss nicht das Expertenwissen haben, sondern ich muss Koordinationswissen haben um das Expertenwissen einzuholen.“

Zurück zur Startseite