Presse und Verlautbarungen

Pressemittleiung: EWA-Konferenz „Abwehr von Preiserhöhungen der Lieferindustrie“

06.12.2005

EWA-Konferenz:

Abwehr von Preiserhöhungen der Lieferindustrie
Printbuyer müssen mit höheren Preisen rechnen.

 Auf der 23. EWA-Konferenz im November in Hamburg haben die Unternehmer und Geschäftsführer aus dem Rollenoffsetdruck sich auch intensiv mit der anhaltenden wirtschaftlichen Anspannung  der Branche beschäftigt.

Vehement sprechen sie sich gegen die Ankündigungen von Preiserhöhungen der Lieferindustrie  aus, wie sie z.B. AGFA für Druckplatten vorgesehen hat.

AGFA und auch andere Lieferanten begründen ihre Preiserhöhungen mit der Notwendigkeit von Renditesteigerungen. Während die Bilanzveröffentlichungen der Lieferindustrie überwiegend positive Erträge ausweisen, leidet die Druckindustrie weiterhin unter einem enormen anhaltenden Preisdruck und damit Renditenverfall und Existenzproblemen.

Michael Dömer, Unternehmensberater und Koordinator der Rollenoffsetorganisation EWA rät zu mehr Kommunikation und Netzwerken zwischen Lieferindustrie und Druckindustrie.

„Die Umsetzung von Preiserhöhungen führt die Druckindustrie in weitere betriebswirtschaftliche Bedrängnis, was nicht ernsthaft im Sinne der Lieferindustrie sein kann.

Bei allem Verständnis dafür, dass der Sinn unternehmerischen Handelns es ist, Gewinne zum langfristigen Erhalt der Unternehmen zu erwirtschaften, so kann dies nicht weiter zu Lasten der Druckindustrie gehen.“

Die Printbuyer müssten sich allerdings kurzfristig auf eine Wende zu höheren Preisen einstellen. Die anhaltende Zahl von Pleiten und Übernahmen in der Branche entwickelt sich mittelfristig auch zum Nachteil der Printbuyer, so die Aussage der EWA-Konferenz. 

Wer für die exzellente Leistung „Kreativität“ und „Beratung“ der Druckerein nicht bereit sei, zu bezahlen, werde sich in wenigen Jahren einer Oligopol-Situation gegenüber sehen, die zu einer Umkehr von der dringend nötigen Flexibilität und Dienstleistungsbereitschaft sowie Forschung und Entwicklung führe. Der hohe Innovations- wie Investitionsdruck, die nicht abwehrbaren dramatischen Preiserhöhungen im Energiebereich und weiteren Faktoren sowie nicht zuletzt das Rating der Banken führen dazu, dass sich die Preise gegenüber den Printbuyern erhöhen müssen, so die Meinung der Konferenz.

Zusätzliche Preiserhöhungstendenzen zur Verbesserung der Renditen in der Lieferindustrie, müssten so lange von allen Unternehmen abgewehrt werden, bis sie diese am Markt ebenfalls weitergeben können. Das kann nur durch permanente Aufklärung und Kommunikation über die betriebswirtschaftliche Notwendigkeit aller am Prozess Beteiligten geschehen. Die EWA Unternehmer haben deshalb beispielhaft an die Firma AGFA ein Schreiben gerichtet, dass eher zur Reduzierung als zur Erhöhung von Preisen auffordert und mehr Netzwerkdenken von der Lieferindustrie abfordert.

Dömer: „Die Druckindustrie muss sich selbstbewusster dagegen wehren, zwischen den großen Blöcken der wachsenden Einkaufsmacht der Kunden auf der einen und den Oligopolen auf Lieferantenseite zermalmt zu werden.“

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