Presse und Verlautbarungen

Hohe Kapazitätsauslastung im Gesamtjahr 2006 – Printbuyer müssen mit deutlichen Preiserhöhungen rechnen

19.12.2006

 

Dömer Studie im Auftrag der EWA:

111 Maschinen über 12 Monate analysiert

Hohe Kapazitätsauslastung im Gesamtjahr 2006 –
Printbuyer müssen mit deutlichen Preiserhöhungen rechnen


Aufgrund der hohen Auslastung seit Mitte 2006 und eigentlich zufriedener Auftragslage sahen die Rollenoffsetunternehmer auf der Novemberkonferenz der EWA (European Web Association) die Behauptung, es gäbe deutliche Überkapazitäten im Rollenoffset skeptisch. Zudem entsprechen die unbefriedigende Ertragslage und die Zahl der Insolvenzen nicht der Nachfragesituation.

Um eine sachliche Basis für das Gespräch mit den Printbuyern und eine Grundlage zur Verkaufssteuerung  zu haben, beauftragte die Gruppe der EWA’ler (die immerhin ein Umsatzvolumen von rund 2 Mrd. Euro repräsentiert) den Unternehmensberater Michael Dömer damit, die tatsächliche Auslastung der Rotationen über 12 Monate zu untersuchen.

An der Untersuchung nahmen 26 Unternehmen teil. 111 Maschinen aus allen Klassen von 8, 16, 32, 48, 64, 72 und 80 Seiten wurden ausgewertet.

Das in dieser Deutlichkeit verblüffende und doch vermutete Ergebnis:

Die Auslastung liegt insgesamt bei 105,1 % der Normalkapazität – d.h. bei einer Beschäf-tigung an 5 Tagen in 24 Stunden Betrieb.

In einigen Monaten des Jahres sind die Ausschläge nach oben erheblich, der angebliche schwache Jahresbeginn liegt immer noch auf der normalen Linie. Nur im Juni/Juli gibt es leichte Unterauslastung. Die Unterauslastungen können nach Meinung des Unternehmensberaters Michael Dömer durch Nutzung der Urlaubssteuerung und der flexiblen Arbeitszeiten aufgefangen werden. Auffällig ist allerdings, dass insbesondere die high volume Maschinen auch am Wochenende stark ausgelastet sind, die 8 und 16 Seiten tendenziell schwächer.

Dömer führt das darauf zurück, dass der high volume Bereich immer stärker in kleine Auf-lagengrößen vordringt. Außerdem tun sich die vielen 16 Seiten „stay alone“ Drucker äußerst schwer und werden mehr und mehr Existenzsorgen bekommen, weil sie die Leistungsfähigkeit und Kostenoptimierung der Großbetriebe nicht erreichen.

„Die Auslastung und Ertragssituation der Branche stehen in krassem Missverhältnis zu einander“ – so Dömer. „Durch die vermeintliche Überkapazität hat sich die Branche zu Preisen hinreisenlassen, die betriebswirtschaftlicher Nonsens sind“.

Die Konsequenz aus der Untersuchung ist, dass es in 2007 zu deutlich steigenden Preisen für die Printbuyer kommen muss. „Wer jetzt nicht handelt, verspielt die Zukunft seines Unternehmens“ so Michael Dömer.


 

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