Presse und Verlautbarungen

Der Zug der Lemminge...

18.09.2007


Aus Angst, durch mangelnde Auslastung in die Krise zu geraten, werden Preise „gemacht“, die jenseits der eigentlich erforderlichen, durch unternehmerische Qualifikation ermittelten, Preise liegen. Es stimmt nicht, dass die Überkapazitäten dies nötig machen!

Es gibt keine Überkapazitäten, die diesen anhaltenden Trend rechtfertigen! Es ist der Zug der Lemminge!

Der aktuelle Fall im Monat November  (!), in dem in Deutschland und dem benachbarten Ausland kaum eine Stunde Kapazität zu finden ist, zeigt den Irrsinn!

Nun haben Kunden des insolventen Unternehmens das Problem, Ihre Aufträge gedruckt zu bekommen. Wenn Termine platzen ist das vielleicht Anlass für Kunden, doch darüber nachzudenken, ob der billigste Partner der Richtige ist.

Das Fatale: viele Aufträge waren Kollegenhilfe.

Wieso fatal? Zum einen zeigt es, dass einige Druckunternehmen zu Vernichtungspreisen deutlich mehr annehmen, als sie verkraften können, was wieder zeigt, dass es nicht stimmt mit der Überkapazität. Zum anderen ernähren diese Unternehmen noch die Wettbewerber, über die sie sich so beklagen.

Vielleicht wächst angesichts dieser Vorfälle die Einsicht! Gutenberg soll ein gebildeter Mann gewesen sein – seine Jünger doch auch, oder?

Und noch etwas an die Printbuyer:

Ja, es stimmt, dass nicht Sie sondern die Drucker die Preise machen. Aber, geben Sie bei Ihrem Hausbau „um jeden Preis“ dem billigsten den Auftrag, auch wenn Sie damit rechnen müssen, dass die Fenster nicht vor dem Winter fertig sind, weil der Handwerker pleite ist oder wollen Sie einen Partner auf gleicher Augenhöhe, mit dem Sie langfristig rechnen und arbeiten können?

16.11.2006     Michael Dömer, Unternehmensberater
 

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