Presse und Verlautbarungen

Pressemitteilung Michael Dömer

07.10.2016


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Insider Kolumne, Deutscher Drucker, Juli 2016

16.08.2016


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Insider Kolumne, Deutscher Drucker, Februar 2016

22.04.2016


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Insider Kolumne, Deutscher Drucker, Mai 2015

15.05.2015


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Insider Kolumne, Deutscher Drucker, November 2014

14.05.2015


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Insider Kolumne, Deutscher Drucker, März 2014

13.05.2015


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Pressemitteilung der EWA

18.07.2013



EWA-Faktencheck:
Stetiges Print-Wachstum 2008-2012
Rollenoffsetkapazität 2012 voll ausgelastet
Preisentwicklung hat Schmerzgrenze überschritten

- EWA repräsentiert jetzt 4 Mrd. € Umsatzvolumen -


„Mir ist keine faktenbasierte Detailerhebung bekannt, die das Volumen gedruckter Produkte nach mehreren Kriterien so genau auswertet“, so Dr. Thomas Schön, Geschäftsführer Walcker Offsetdruck zur Erhebung, die die Interessenorganisation Rotationsdruck (EWA) an den Branchenberater Michael Dömer vergeben hatte.
Die EWA repräsentiert im deutschsprachigen Raum als Interessenorganisation des Rotationsdrucks mit einem vertretenen Umsatzvolumen von 4 Mrd. € etwa 80 % der Kapazität. Die Untersuchung zeigt damit die Situation der Branche, insbesondere im Segment Werbedrucksachen, Katalog- und Zeitschriftendruck wesentlich exakter, als viele aus Sekundärquellen abgeleitete Aussagen.


Print-Volumen gestiegen:

Zwischen 2008 und 2012 stieg die eingesetzte Papiertonnage der Drucker in der EWA um fast 10%, obwohl die Grammatur der Produkte im Schnitt um 9,2% sank. Die Anzahl produzierter und gerüsteter Formen stieg um 16%. Insgesamt erfolgte in diesem Zeitraum ein Anstieg der produzierten Seiten um 21%. Klar zu erkennen ist damit eine größere Produktvielfalt mit kleinteiligeren Auflagen. Diese Fakten widersprechen der „gefühlten These“, das Print-Volumen nehme ständig ab. Der Verfasser der Studie, Unternehmensberater Michael Dömer, mahnt aber zur Differenzierung. Die Zahlen der Papierindustrie zeigten deshalb andere Werte, weil im Zeitungsbereich und in den meisten anderen europäischen Ländern die Entwicklung negativ sei. Dennoch: „Wir drucken so viel wie nie zuvor“, so Axel Hentrei, Geschäftsführer Mohn Media.

Diametral entgegengesetzt ist die Entwicklung im Tiefdruck. Ein Teil der Tiefdruckaufträge ist wegen sinkender Auflagen in den Rollenoffset abgewandert. Außerdem sind Volumina wie Quelle und Neckermann weggefallen.


Mit Auslastung 2012 zufrieden

Ebenfalls untersucht wurde die Auslastung der Rotationen in 2012 je Maschine und Monat. Wie jedes Jahr lässt die EWA anhand ihrer vertraulichen Produktionsdaten die Beschäftigung pro Maschine pro Monat in Summe ermitteln.189 Rotationen von 8 bis 96 Seiten liegen dieser Auswertung zugrunde.

2012 waren durchschnittlich 105% der „Normalkapazität“ im 3-Schicht-Betrieb ausgelastet. Traditionell liegt der Frühsommer darunter, der Jahresbeginn und Herbst teilweise deutlich darüber. Insbesondere im high volume Bereich stößt die Auslastung in einigen Monaten an die Grenze des maximal Möglichen. Bei der Bewertung muss auch berücksichtigt werden, dass in den letzten Jahren die maschinelle Kapazität in Deutschland ständig gestiegen ist. Dies nicht zuletzt aufgrund höherer Maschinenleistung. In der EWA Auswertung 2012 sind inzwischen fünf 96-Seiten Rotationen enthalten.


Weiterer Mitgliederzuwachs der EWA

Die Interessenorganisation EWA ist derweil weiter auf Wachstumskurs. Nach der jüngsten Erhebung aus Juli 2013 repräsentiert die EWA im Rotationsdruck inzwischen 4 Mrd. € Umsatz und ca. 13.700 Mitarbeiter im deutschsprachigen Raum. Die Kapazität entspricht rund 80% des Branchenbereiches.


Fazit:

Sowohl die Langzeitbetrachtung als auch die Analyse 2012 zeigen, dass die Aussagen über dramatische Printrückgänge und Überkapazitäten von 30% pauschal nicht für den Akzidenz Rollenoffset stimmen. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass das anhaltende Wachstum bei Beilagen die Entwicklung in anderen Segmenten teilweise kompensiert. Lineare Hochrechnungen für die Zukunft seien nach Überzeugung von Michael Dömer jedoch in keine Richtung seriös.

Michael Dömer hält die Preise in der Branche allerdings für entsprechend unangemessen. Dies zeige sich immer wieder auch dadurch, dass Unternehmen bei hoher Auslastung in die Insolvenz gehen und nicht etwa wegen Auftragsmangel. Schwierig sei es aufgrund der saisonalen Schwankungen, dem massiven Preisdruck zu begegnen. Die Belastungsgrenze der Rotationsunternehmen sei überschritten, so Dömer. „Zunehmend setzt sich bei den erfolgreichen Unternehmen die Erkenntnis durch, sich rechtzeitig aus einer Preisschlacht zu verabschieden. Aktuelle Insolvenzen zeigen, dass Umsatz um jeden Preis ein Managementfehler ist.“ Alleine die EEG-Umlage beträgt in Summe aller EWA-Unternehmen über 20 Mio. €. Hinzu kommen die insgesamt deutlich steigenden sonstigen Energiekosten.




Den Print-Kunden rät Michael Dömer, solide Partnerschaften aufzubauen, damit sie nicht auf Dauer Nachteile durch Insolvenzen oder Schwächung der Branche zu spüren bekommen. Den Rotationsunternehmen empfiehlt er, Differenzierungs-strategien zu prüfen und notfalls Kapazitätsanpassungen vorzunehmen. Er erwartet in den nächsten Jahren eine weitere Konsolidierung der Branche, diese würden jedoch langsamer verlaufen als viele Prognosen meinen, da Subventionen und das Insolvenzrecht Marktmechanismen behindern.


Güster, den 18. Juli 2013

Michael Dömer
Sprecher und Vorsitzender der EWA

Pressemitteilung Dehnberger Forum 2013

25.06.2013


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Auf ein Wort, Druck und Medien Februar 2013

20.02.2013


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Pressemitteilung der EWA

13.02.2013


Michael Dömer wurde vom Dachverband der Unternehmerverbände UV-Nord in den Mittelstandsausschuss des BDI/BDA nach Berlin delegiert. Die Berufung wurde jetzt vom BDI/BDA bestätigt. Michael Dömer engagiert sich in seiner Funktion als Vorsitzender und Sprecher der EWA (European Web Association) im UV-Nord, dem Zusammenschluss der Arbeitgeberverbände Hamburg und Schleswig-Holstein mit 71 Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden.

Die EWA vertritt die Interessen des Rotationsdrucks mit ca. 4 Mrd. € Umsatz und über 15.000 Mitarbeitern für rund 70% der Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Michael Dömer gehört zudem seit 26 Jahren zu den führenden Unternehmensberatern der Druckindustrie.

Mit meinem Engagement im Mittelstandsausschuss des BDI/BDA und über den UV_Nord möchte ich mich für marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen einsetzen. Der Mittelstand ist die tragende Säule von Wohlstand und Innovation in Deutschland.“, so Michael Dömer zu seiner Zielsetzung in dieser Funktion. Michael Dömer kennt auch aus seinen zahlreichen Beratungsprojekten und Interimmanagement-Erfahrungen im Bogenoffset und Rotationsdruck sowie der Verpackungsbranche die Anliegen der mittelständischen Printbranche.

Güster / Hamburg, den 13. Februar 2013

EWA-Pressemitteilung, Deutscher Drucker

06.12.2012


Starke Eingriffe durch EU-Gesetzgebung beklagt.

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Pressemitteilung Dehnberger Forum 2012

25.09.2012


Auf der Bühne des Dehnberger Hoftheaters am 18.10.12 wird für die Unternehmen und Führungskräfte des Rotationsdrucks wieder der Vorhang aufgehen. Die Auswahl der Referenten verspricht einen interessanten Tag.


Die neuen Gesellschafter und das Management von manroland web systems hatten entschieden, diese erfolgreiche Veranstaltung auch 2012 wieder durchzuführen. Zum 7. mal bekam Unternehmensberater Michael Dömer als „Regisseur und Moderator“ die Aufgabe, ein Programm zu entwerfen, das sich weniger um Technik dreht als mehr um unternehmerische Themen zur Zeit – insbesondere als Antworten auf den vielfältigen Wandel.


Neben dem Leitgedanken nach Faust „Du kannst! So wolle nur!“ zeigen die Zitate, die den Tag begleiten, wie die Botschaften sowohl im Neustart bei manroland als auch für die Zukunft der Print-Industrie lauten sollen: „Was hilft der Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen!“ und: „Wartet nicht auf die Zeit, die Zeit wartet auf Euch.“ Offensivität, Kreativität und Pragmatismus spiegeln sich in den Referenten und ihren Themen wider:


Dr. Michael Fries, Vorstand von CeWe Color zeigt, wie man aus dem Zusammenbruch eines Marktes danach ein Erfolgsmodell kreierte. 


Dr. Bertram Stausberg, neuer CEO bei Prinovis hat eine schwierige Aufgabe als Tiefdruck-Chef zu bewältigen. Er setzt auf Multichannel-Kompetenz. 


Dr. Barbara Geldermann berichtet als China-Expertin über den Vormarsch eines erwachten Riesens und stellt die Frage nach „Schrecken oder Vorbild“ dieser Entwicklung. 


Christoph Bertsch ist junger Entrepreneur, der zu seinen über 20 Firmen nun auch Miteigentümer bei PPI geworden ist. Er zeigt das neue Bild des Unternehmers und sieht große Chancen in der Veränderung. 


Der bekannte Coach und „Exzellent Speaker“ Dieter Lange macht unter dem Titel: „The power og good bye“ Mut, wie man aus der Defensive kommen kann.


Besonders interessant wird auch das Interview von Michael Dömer mit dem Vertriebsmanager von manroland web systems, Peter Kuisle, Mitglied der Geschäftsleitung, das unter dem Motto „Back on stage“ die Zukunftsrolle von manroland zeigen soll. Nach aktuellen Informationen wird auch der neue Geschäftsführer Eckhard Hörner-Maraß, der erst am 15.09.12 seine Arbeit aufgenommen hat, den Gästen vorgestellt.


Wie immer wird Unternehmensberater Michael Dömer vorab mit „Dehnberger Spitzen“ als Prolog beginnen und die Branche kritisch hinterfragen, um anschließend als Moderator durch das Programm zu führen.


Programm und Anmeldung unter:


Manroland web systems GmbH 

Alois-Senefelder-Allee 1 

86153 Augsburg


Tanja Brugger

0821 424 1907

tanja.brugger@manroland-web.com



Güster, den 24.09. 2012 


Michael Dömer

Hohe Kapazitätsauslastung auch 2011, 27.04. 2012

27.04.2012


 

 

 

Pressemitteilung

 

 

Drupa 2012 / Druckindustrie

 

Hamburg, 27. April 2012

 

 

 

Rollenoffsetdruckereien:

 

Hohe Kapazitätsauslastung auch 2011

 

Unternehmensberater Michael Dömer: „30 Prozent Überkapazität bleibt ein Ammenmärchen“

 

 

Die Auslastung der Maschinen im Rollenoffsetdruck in Deutschland ist auch im Jahr 2011 gut bis sehr gut gewesen. Sie lag sogar über den Auslastungswerten der Jahre 2005/2006 und 2006/2007. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Michael Dömer Unternehmensberatung (Güster bei Hamburg). Im Auftrag der größten europäischen Branchenvereinigung im Rotationsdruck, der EWA – European Web Association (www.ewa-print.de), hat Michael Dömer die Kapazitätsauslastung der Unternehmen im deutschsprachigen Raum untersucht.

 

Das Ergebnis steht im völligen Gegensatz zu den gern kolportierten Vermutungen, dass es um „die Druckereien“ nicht gut bestellt sei. Oft werden ja, wenn es Turbulenzen im Druckmaschinenbau gibt – zuletzt etwa durch die Manroland-Insolvenz – Maschinenbau und Druckdienstleister zu Unrecht in einen Topf geworfen.

 

Kapazitäten ausgebaut

Die Auslastung der Maschinen im Rollenoffsetdruck ist 2011 gut bis sehr gut gewesen, obwohl insbesondere im „High-Volume“-Bereich die maschinelle Kapazität und Produktivität deutlich ausgebaut wurde. Die Auswertung zeigt, dass die vielfach dargestellte und wiederholte These von einer Überkapazität von 30% keine Faktengrundlage hat und weiterhin falsch ist. „Es bleibt ein Ammenmärchen, das interessengeleitet von einigen immer wieder gern verbreitet wird“, so Berater Michael Dömer. Laut der vorliegenden Analyse waren in 2011 110% der 3schichtigen – Normalkapazität ausgelastet. Selbst bei Betrachtung einer 6 Tage- Woche zeigt die Erhebung eine Vollauslastung im Akzidenzrollenoffset.

 

Für die Analyse wurde die monatliche Auslastung von 184 Rotationen – das ist die weit überwiegende Zahl der Deutschland betriebenen Maschinen – untersucht. Dabei wurde für jeden Maschinentyp ein gesondertes Profil erstellt. Somit konnten auch saisonale Schwankungen dargestellt werden. Ebenfalls differenziert werden Produktionen mit und ohne Weiterverarbeitung, um einen Trend in der Produktstruktur zu erkennen. Selbst in den traditionell eher schwächeren Monaten liegt die Auslastung insgesamt nicht unter der zur Verfügung stehenden Normalkapazitäten im 3 Schicht-Betrieb.

 

Unterschiedliches Bild

Unterschiedlich ist das Bild allerdings in der individuellen Betrachtung sowohl bei den einzelnen Unternehmen als auch in den Maschinenklassen. Grundsätzlich und eindeutig ist festzustellen, dass die High-Volume-Maschinen die höchste Auslastung haben und grundsätzlich ganzjährig deutlich über der Normalkapazität liegen und in saisonstarken Monaten die maximale mögliche Auslastung (inkl. Sonn-und Feiertagen) erreichen. So liegen 72- oder 80-Seiten-Rotationen bei einer durchschnittlichen Auslastung der Normalkapazität in 3 Schichten von ca. 122%. Bei den 48-Seiten-Rotationen liegt der Wert sogar bei ca. 131%. In den traditionell besonders starken Monaten ab Spätsommer / Herbst ist es für Kunden nahezu unmöglich, kurzfristig freie Kapazitäten zu bekommen.

 

Michael Dömer: “Besonders unter dem Aspekt, dass in den letzten Jahren die maschinelle Kapazität gewachsen und die Produktivität stieg wird deutlich, dass von einem Rückgang von Print nicht die Rede sein kann.“ Zu beachten sei aber, dass es zu deutlichen Verschiebungen und Differenzierungen kommt. So sei in 2011 die Produktion von Zeitungsbeilagen ungebrochen hoch bis steigend, während im Katalog- und Zeitschriftenbereich Veränderungen in Umfang und Auflagen zu erkennen seien. Michael Dömer warnt davor, dass durch undifferenzierte Aussagen die Branche Print in ein falsches Licht gerät. Die schlechte Situation des Druckmaschinenbaus und insbesondere die Insolvenz von Manroland hat laut Michael Dömer keineswegs seine Ursache im starken Wettbewerb durch das Internet. „Das Internet verändert selbstverständlich die Welt der Kommunikation. Wir kommen zunehmend in ein Multichannel-Zeitalter, in dem aber Print eine starke Position behalten wird“, so Michael Dömer. Es sei Aufgabe der Unternehmen, sich entsprechend zu positionieren

 

Am 3. Mai 2012 beginnt in Düsseldorf wieder die im Vier-Jahres-Rhythmus stattfindende Fachmesse Drupa. Für die EWA-Unternehmen sind die Ergebnisse der Auslastungsstatistik eine wichtige Grundlagen auch für die Investitionsplanung.

Jedes teilnehmende EWA- Unternehmen erhielt eine komplette Auswertung aller Maschinen sowie seine individuelle Grafik im Vergleich zum Gesamtmarkt.

Auch für die Vertriebssteuerung der Unternehmen ist die Transparenz wichtig, denn die Preissituation für Druckprodukte ist weiterhin unbefriedigend, auch wenn in jüngster Zeit eine gewisse Stabilisierung eingetreten ist.

 

 

 

Michael Dömer

Sprecher der EWA

Pressemitteilung vom 14. September 2011 Kooperation Dieter Lange und Michael Dömer

14.09.2011


Mehr zu dieser Pressemitteilung lesen Sie unter http://www.ewa-print.de/pdf/pressemitteilung_md_wg_dieter_lange_2011.pdf

Pressemitteilung vom 24.05. 2011

24.05.2011


 

 

 

Pressemitteilung

 

 EWA gegen Zwangsabgaben und Subventionen für Öffentlich Rechtlichen Rundfunk: „Verstoß gegen den Markt“

 

Im Rahmen der Anhörung der Landesregierung Schleswig-Holstein zum Gesetzentwurf zum Fünfzehnten Rundfunkänderungsstaatsvertrag spricht sich die Unternehmerorganisation EWA (European Web Association) grundsätzlich gegen Zwangsgebühren für öffentlich rechtliche Rundfunkanstalten aus.

 

Im Rahmen des Gesetzentwurfes ist vorgesehen, statt der bisherigen Regelung des Einzugs von Gebühren für Nutzer durch die GEZ eine Steuerabgabe für Haushalte und Unternehmen unabhängig von einer Radio oder TV Nutzung einzuführen.

Die EWA kommentiert den Gesetzentwurf nicht sondern lehnt Zwangsgelder und damit Subventionen für öffentlich rechtliche Anstalten grundsätzlich ab. In der Erklärung der EWA heisst es:

 

"Die kontinuierliche Entwicklung der Inhalte und das wirtschaftliche Verhalten der sogenannten „öffentlich-rechtlichen“ zeigt, dass das Ziel einer „Grundversorgung“ weder sinnvoll ist noch erfüllt wird. Die Zwangsabgabe ist ein massiver Eingriff in den Wettbewerb der Medien. Das Ausgabeverhalten z.B. beim Mitbieten um extrem teure Sportrechte mit diesen Gebühren (z.B. Übertragungsrechte des ZDF für „Champions League“ im Fußball für ca. 54 Mill. Euro im Jahr) entspricht nach unserer Auffassung nicht der Grundversorgung. Mit den Zwangsgebühren werden private Wettbewerber „ausgeschaltet“. ... Subventionen gegen private Anbieter sind schädlich für Markt und Wettbewerb.“ Die EWA plädiert „... grundsätzlich für die Freiheit der Mediennutzung ohne Subventionen und Zwangsgebühren.“

 

 

 

 

 

Güster, den 24. Mail 2011

 

Michael Dömer

Sprecher und Initiator der EWA

 


 

Ein Zug der Lemminge in Richtung Beilagendruck?

18.05.2011


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Pressemitteilung vom 29.04. 2011

29.04.2011


 

 

 

Pressemitteilung

 

 

 

Rollenoffset / EWA

 

-       EWA ist Mitglied im Dachverband der Unternehmerverbände – UV-Nord

-       Konferenz optimistisch für 2011 – Preiserhöhungen notwendig

-       Proaktive Branchenpolitik muss verbessert werden

 

 

In seiner Sitzung am 07.04. 2011 beschloss Vorstand und Präsidium der Unternehmerverbände Nord (UV-Nord e.V.) einstimmig die Aufnahme der European Web Association (EWA) in die Dachorganisation der Unternehmerverbände. Damit ist die führende Organisation des Rotationsdrucks auch im BDI / BDA vertreten. Der Geschäftsführer der UV-Nord, Michael Fröhlich, und Präsident Uli Wachholz zeigten sich erfreut über den Antrag und die Aufnahme.

 

Mit der Bezeichnung „EWA–Interessenorganisation Rotationsdruck“ will man im Zuge der veränderten Strukturen auch für den Tiefdruck offen sein.

 

Sprecher der Organisation bleibt Michael Dömer, der die EWA 1998 gegründet und zu einer engagierten Interessenvertretung für Unternehmer ausbaute. In den Konferenzen, die 3x pro Jahr durchgeführt werden, sind nur Unternehmer und Geschäftsführer direkt vertreten. Ein Delegationsprinzip oder Funktionäre gibt es prinzipiell nicht.

 

Während andere Organisationen über Mitgliederschwund und mangelndes Interesse klagen, vertritt die vergleichsweise junge Organisation EWA ein Umsatzvolumen von rund 3 Mrd. € mit 31 direkten Mitgliedern, die ca. 50 Unternehmen aus dem Rollenoffset repräsentieren. Michael Dömer legt Wert darauf, kein Tarifverband zu sein und auch nicht werden zu wollen.

 

Mit Eintritt in den Dachverband der Unternehmerverbände will die EWA ihr politisches Gewicht auch gegenüber der Gesetzgebung und die Lobbyarbeit für Print stärken. Dömer: “Wir leben in einer Phase, in der die unternehmerische Freiheit systematisch beschnitten wird und überbordende Bürokratie und leistungsfeindliche Steuergesetze sowie Subventionen die Wurzel der Marktwirtschaft vergiften.“ Insbesondere die mittelständische Druckindustrie spüre die Auswirkungen auch durch Werbeverbote und andere überzogene gesetzliche Regelungen, die insbesondere über die EU-Bürokratie erfolgt. Zusätzliche Energiesteuer verteure die Produktion und damit das Produkt erheblich. Es sei wichtig, so EWA Sprecher Dömer, hier Einfluss zu nehmen und besonders auch die Bevölkerung aufzuklären.

 

 

 

Ein besonderer Schwerpunkt der EWA Arbeit sei es auch, die Lobbyarbeit pro Print zu stärken. „Wir brauchen als Branche mehr Selbstbewusstsein im Multichannel Zeitalter. Print bleibt nicht nur wichtiges Medium sondern wird an Wertigkeit zunehmen.“

 

 

Auf ihrer jüngsten Gipfelkonferenz in Hamburg zeichneten die EWA-Unternehmer eine insgesamt überraschend positive Auslastung und gute Perspektiven für 2011. Zunehmend erkennen Kunden die Bedeutung der Liefersicherheit bei ausgelasteten Kapazitäten. „Dies ist eine Wende, weg von der reinen Preisdominanz bei der Auftragsvergabe, die allerdings dringend nötig ist.“ so ein Unternehmer. Die Printbuyer müssen sich nach Überzeugung von EWA-Sprecher Michael Dömer auf deutliche Preissteigerungen einstellen. „Steigende Kosten bei Papier, Farbe und anderen Materialien sowie auch bei den Energiekosten, können nicht von den Druckunternehmen getragen werden. Die großen Insolvenzen der letzten Monate zeigen das Ergebnis einer Niedrigpreispolitik und haben jeden aufgeschreckt – die Kunden der Branche wohl auch.“

 

Michael Dömer, dessen Schwerpunkt als selbstständiger Unternehmensberater auch die Übernahme von Interimgeschäftsführungen für Bogen- und Rollenoffset-unternehmen ist, erklärt den Erfolg der EWA mit der pragmatischen und unbürokratischen Führung sowie der direkten Beteiligung der Unternehmer in der Organisation.

 

Den Eintritt in den UV-Nord e.V. sehen die Mitglieder als weiteren wichtigen Schritt in der EWA-Entwicklung und auch als Verantwortung für die Branche. Wichtig sei auch die intensive Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Unternehmen aus der Lieferindustrie, Verlagen und der Werbewirtschaft.

 

Güster, den 29. April 2011

 

Michael Dömer, Sprecher und Initiator der EWA

 

 

Perspektive - Print 2011

02.02.2011


Mehr zu dieser Presseerklärung lesen Sie  unter http://www.ewa-print.de/pdf/s13_ds211.pdf

Perspektiven der Druckindustrie für das Jahr 2010

01.03.2010


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Krise überstanden - was hat sich verändert für den Druckereichef?

14.12.2009


Mehr zu dem Interview mit Michael Dömer lesen Sie hier

Kollektive Unvernunft wirtschaftlich nicht tragbarer Preise

10.12.2009


Mehr zu diesem Interview lesen Sie hier

Rollenoffsetdrucker in der EWA entrüstet über Mäc Geiz

09.12.2009


Die Versuche, die schwierige Situation der Druckindustrie und auch anderer Lieferanten mit äußerst fragwürdigen Methoden auszunutzen, treiben immer neue Blüten. So fordert das Unternehmen „Mac Geiz, Der Haushalts-Discounter“ in einem Schreiben an seine  Lieferanten vom 19. November 2009 einen Bonus rückwirkend für bereits hart verhandelte und fakturierte Umsätze aus 2009 von 2.5 %. 
Das Schreiben will nicht auf eine Antwort warten sondern stellt im letzten Satz ultimativ fest: “Ihr Einverständnis vorausgesetzt, würden wir  die Beiträge ermitteln und im Laufe der kommenden 14 Tage in Rechnung stellen.“


Die European Web Association ist die privatwirtschaftlich organisierte Interessenvertretung des Rollenoffsets und einiger Tiefdrucker, in der ein Umsatzvolumen von ca. 3,3 Mrd. € vertreten sind. Die Unternehmer zeigen sich entrüstet. Unternehmensberater Michael Dömer, der auch Sprecher der EWA ist: „Der Drucker hat die Wahl zwischen Pest und Cholera: entweder er zahlt oder er fällt in Ungnade mit der Gefahr, den Auftrag nicht mehr zu bekommen. Diese auch rechtlich fragwürdige Aktion ist zumindest ein Zeichen von Sittenverfall in der Wirtschaft, die mit ehrbarem Kaufmannsgeist nichts zu tun hat. „ Nach Informationen von Michael Dömer haben die betroffenen Drucker das Ansinnen schon freundlich zurückgewiesen. Ein Unternehmer aus dem Rollenoffset: “Die Dreistigkeit ist kaum zu überbieten. Ich hoffe, dass auch andere Kollegen sehr genau überlegen, mit wem Sie als Partner auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Die Branche braucht auch in der Krise Selbstbewusstsein.“  Michael Dömer: „Der Bürger, der billig einkauft muss viel mehr erfahren, was die „geiz ist Geil“ Anbieter da tun, was letztlich zum Verlust von Arbeitplätze führen kann. Ich bezweifle, ob man dann noch gerne dort einkauft."

 

Weitere Informationen unter www.ewa-print.de,

Branchen-News www.druckspiegel.de

06.04.2009


     

Während die Gesamtauslastung im Jahr 2008 noch zufriedenstellend war, so sind bereits in den ersten Monaten 2009 in der Produktion als auch insbesondere im Auftragseingang deutliche Rückgänge zu spüren. Das wurde auf der Gipfelkonferenz der EWA am 30. März deutlich. Während in den Beilagen die Rückgänge sich eher noch moderat zeigen, sind die Einbrüche bei Zeitschriften und Katalogen drastischer, heißt es in einer Mitteilung der EWA. Als trügerisch erwiesen sich nach Meinung des Branchenberaters und EWA-Gründers Michael Dömer die gern geforderte "Nischenlösung".

In einigen Spezialsegmenten und Veredelungsbereichen ist die Krise besonders heftig angekommen. Eine Umfrage von Michael Dömer bei 40 Unternehmen ergab, dass über 50 Prozent die Kurzarbeit beschlossen haben und 42 Prozent dieses Instrumentarium derzeit intensiv prüfen bzw. vorbereiten. In seinem Vortrag auf der EWA- Konferenz empfahl Michael Dömer den Unternehmern dringend, die Möglichkeit der Kurzarbeit gezielt einzusetzen statt das Unternehmen durch eine betriebswirtschaftlich waghalsige Preispolitik auszulasten und damit zu gefährden. Aufgrund des massiven Preisdrucks in den letzten Jahren bei einer durchweg befriedigenden Kapazitätsauslastung seien bereits alle Spielräume ausgeschöpft.

Ein Zeichen dafür seien die jüngsten Insolvenzen bei vollen Auftragsbüchern einiger Unternehmen sowie die unbefriedigende Ertragssituation, mit der viele Unternehmen in das Krisenjahr gingen. Erstmals zeigen sich aufgrund der konjunkturellen Entwicklungen in 2009 Auslastungsrückgänge, denen jedoch nicht mit dem Instrument niedriger Preise begegnet werden könne. Es bliebe daher nur die Kapazitätsreduzierung, so Michael Dömer. Forderungen mancher Printbuyer zeigten, dass die allgemeine Lage der Branche offensichtlich nicht genügend erkannt wird.

Bestätigung fanden diese Forderungen in den Aussagen der externen Gesprächspartner auf der 33. EWA-Konferenz. Der Deutschlandchef der zweitgrößten Kreditversicherung Atradius, Herr Michael Timmermann, zeichnete ein düsteres Bild in beide Richtungen: zum einen sei davon auszugehen, dass immer weniger Kunden von Druckereien versichert würden. Zum anderen sei aber auch die Lage der Druckereien für die Kreditversicherer zunehmend problematisch. Heftige Kritik äußerten die Unternehmer am Verhalten der Kreditversicherer. Es sei eine Katastrophe, dass Kunden zunächst kreditversichert würden, um diese Versicherung dann im laufenden Produktionsprozess wieder gekündigt zu bekommen. Dies gebe keinerlei Verlässlichkeit. Sinn und Kosten für eine Zusammenarbeit mit Kreditversicherern sei mehr als in Frage zu stellen, so mehrere Unternehmer aus dem EWA-Kreis.

Jyrki Ovaska, Chef von UPM, brachte aus Helsinki keine guten Trends mit. Bereits in den ersten zwei Monaten des Jahres 2009 sei es zu einem eklatanten Rückgang der Papiernachfrage gekommen. Insbesondere der LWC-Bereich sei überproportional groß betroffen. Im Verlauf des Gespräches mit Jyrki Ovaska kam man überein, in Projektteams gemeinsame Lösungen für eine Optimierung der Geschäftsprozesse zu finden. Insbesondere im Bereich Lager und Logistik gäbe es Potentiale für eine "win-win-Situation".

Mit Unverständnis reagierte die Konferenz auf die Tarifforderungen von Verdi. Angesichts der ungewöhnlich schwierigen Situation fordern die Unternehmer Gewerkschaft und den Verband auf, von ihren klassischen Ritualen abzusehen. Angesichts von Pleiten und Kurzarbeit sei es absurd, Lohnsteigerungen auch nur in Erwägung zu ziehen. Im Falle einer solchen Entwicklung würde sich der Flächentarifvertrag endgültig ins Aus manövrieren, so die Quintessenz der Diskussion.  

Mit erneut sehr starker Beteiligung konnten die EWA-Unternehmer drei weitere Kollegen aufnehmen, darunter auch den Geschäftsführer des spanischen "Printer Industria Gráfica". Mit einem Umsatzvolumen von etwa 3,3 Mrd. Euro/Jahr ist die EWA, gegründet vor 11 Jahren von Unternehmensberater Michael Dömer, inzwischen die zentrale Interessenvertretung des Rollenoffsets, insbesondere im deutschsprachigen Raum.

www.ewa-print.de

(tz)  

 

Auftragseinbrüche erfordern Kurzarbeit www.druck-medien.net

06.04.2009


   

    (dmnet) Während die Gesamtauslastung im Jahr 2008 noch zufriedenstellend war, so sind bereits in den ersten Monaten 2009 in der Produktion als auch insbesondere im Auftragseingang deutliche Rückgänge zu spüren, heißt es der Pressemeldung der EWA. Die Einbrüche zeigten sich demnach besonders bei Zeitschriften und Katalogen drastisch, moderat dagegen seien die Rückgänge bei Beilagen.

Als trügerisch erwiesen sich nach Meinung des Branchenberaters und EWA-Gründers Michael Dömer die gern geforderte “Nischenlösung“. In einigen Spezialsegmenten und Veredelungsbereichen sei die Krise besonders heftig angekommen. Eine Umfrage Dömers unter 40 Unternehmen ergab, dass über 50 Prozent die Kurzarbeit beschlossen haben und 42 Prozent dieses Instrumentarium derzeit intensiv prüfen beziehungsweise vorbereiten.

Michael Dömer empfahl den Unternehmern dringend, die Möglichkeit der Kurzarbeit gezielt einzusetzen statt das Unternehmen durch eine betriebswirtschaftlich waghalsige Preispolitik auszulasten und damit zu gefährden. Aufgrund des massiven Preisdrucks in den letzten Jahren bei einer durchweg befriedigenden Kapazitätsauslastung seien bereits alle Spielräume ausgeschöpft.

Ein Zeichen dafür seien die jüngsten Insolvenzen bei vollen Auftragsbüchern einiger Unternehmen sowie die unbefriedigende Ertragssituation, mit der viele Unternehmen in das Krisenjahr gingen. Erstmals zeigten sich aufgrund der konjunkturellen Entwicklungen in 2009 Auslastungsrückgänge, denen jedoch nicht mit dem Instrument niedriger Preise begegnet werden dürfe.

Die eingeladenen Gäste der Konferenz äußerten sich ebenso düster zur aktuellen Situation der Branche. Der Deutschlandchef der Kreditversicherung Atradius,  Michael Timmermann sagte: “Es ist davon auszugehen, dass immer weniger Kunden von Druckereien versichert werden. Aber auch die Lage der Druckereien für die Kreditversicherer ist zunehmend problematisch."

Heftige Kritik äußerten die Unternehmer am Verhalten der Kreditversicherer. Es sei eine Katastrophe, dass Kunden zunächst kreditversichert würden, um diese Versicherung dann im laufenden Produktionsprozess wieder gekündigt zu bekommen. Dies gebe keinerlei Verlässlichkeit. Sinn und Kosten für eine Zusammenarbeit mit Kreditversicherern sei mehr als in Frage zu stellen, so mehrere Unternehmer aus dem EWA-Kreis.

Jyrki Ovaska, Chef von UPM, brachte aus Helsinki keine guten Trends mit. Bereits in den ersten zwei Monaten des Jahres 2009 sei es zu einem eklatanten Rückgang der Papiernachfrage gekommen. Insbesondere der LWC-Bereich sei überproportional groß betroffen. Im Verlauf des Gespräches mit Jyrki Ovaska kam man überein, in Projektteams gemeinsame Lösungen für eine Optimierung der Geschäftsprozesse zu finden. Insbesondere im Bereich Lager und Logistik gäbe es Potenziale für eine "win-win-Situation“.

Mit Unverständnis reagierte die Konferenz auf die Tarifforderungen von Verdi. Angesichts der ungewöhnlich schwierigen Situation fordern die Unternehmer Gewerkschaft und den Verband auf, von ihren klassischen Ritualen abzusehen. Angesichts von Pleiten und Kurzarbeit sei es absurd, Lohnsteigerungen auch nur in Erwägung zu ziehen. Im Falle einer solchen Entwicklung würde sich der Flächentarifvertrag endgültig ins Aus manövrieren, so die Quintessenz der Diskussion. 

Mit erneut sehr starker Beteiligung konnten die EWA-Unternehmer drei weitere Kollegen aufnehmen, darunter auch den Geschäftsführer des spanischen "Printer Industria Gráfica“. Mit einem Umsatzvolumen von etwa 3,3 Milliarden Euro pro Jahr ist die EWA, gegründet vor 11 Jahren von Unternehmensberater Michael Dömer, inzwischen die zentrale Interessenvertretung des Rollenoffsets, insbesondere im deutschsprachigen Raum. (abö)

 

„Konjunkturausgleich

23.02.2009


(dmnet) In dem Schreiben fordert der Versandhändler Klingel für die Jahre 2009 und 2010 auf alle getätigten Umsätze einen "Konjunkturausgleich, der im 2-stelligen Prozentbereich liegen sollte."

Klingel erwartet von den angeschriebenen Lieferanten eine Entscheidung bis zum 2. März 2009. Begründet wird diese "Bitte" damit, dass sich Klingel entschlossen habe, "trotz Umsatzrückgängen die Auflage und Umfänge der Werbemittel nicht zu reduzieren".

Bei den Unternehmern findet diese Aufforderung bislang wenig Verständnis. Einer von ihnen erklärte, dies sei der "vorläufige Höhepunkt eines Erpressungsversuches im Printbusiness".

Vor einigen Jahren hatte bereits der Quelle-Konzern versucht, mit einer Rückvergütung auf getätigte Umsätze die weitere Auftragsvergabe von einer Bonuszahlung abhängig zu machen. Der Versuch schlug allerdings fehl.

EWA-Gründer und -Sprecher Michael Dömer sieht angesichts der Ergebnissituation der Druckunternehmen "keinerlei Spielraum auch nur für geringe Preiszugeständnisse, geschweige denn für Bonuszahlungen". Durch einen ruinösen Preiskampf sei die Branche bereits in Schwierigkeiten gekommen, was durch eine erhebliche Anzahl von Insolvenzen belegt sei.

Dömer: "Um die Lebens- und Leistungsfähigkeit der Drucker zu sichern, sind Preiserhöhungen nötig. Eine Fortsetzung des Preisdruckes wird zu weiteren Insolvenzen und einer Bedrohung des Mittelstandes und Vernichtung von Arbeitsplätzen führen."

Der Unternehmensberater empfiehlt den Druckern dringend, Kapazitäten vorübergehend vom Markt zu nehmen, statt sich auf eine "Todesspirale" einzulassen. Dömer: "Ich gehe aber davon aus, dass es kein einziges Unternehmen gibt, das auch nur im Ansatz auf die Forderung von Klingel eingeht."

Die EWA (www.ewa-print.de) ist die einzige Interessenorganisation, die gezielt den Rollenoffset und Teile des Tiefdruckes repräsentiert. Sie wurde vor elf Jahren durch den Branchenberater Michael Dömer gegründet. Das addierte Umsatzvolumen der EWA–Unternehmer beträgt etwa 3,3 Milliarden Euro pro Jahr. Die EWA sieht sich selbst als "Think Tank" für die Zukunft der Branche.

Die Robert Klingel GmbH + Co KG gehört zu den größten Versandhäusern in Deutschland. Mit einem Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro pro Jahr ist Klingel nach den Versandhauskonzernen Otto (Otto-Versand, Baur, Schwab, Heine, Witt Weiden) und Arcandor (Quelle, neckermann.de) das drittgrößte deutsche Unternehmen in dieser Branche. Klingel beschäftigt alleine am Standort Pforzheim über 2.500 Mitarbeiter und ist damit der größte Arbeitgeber der Stadt. Das Unternehmen hat Niederlassungen in Belgien, Finnland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Schweden und der Slowakei. (red)

 

EWA protestiert gegen Bonusforderung www.publish.de

23.02.2009


Eine Bonus-Forderung des Versandhandelshauses Klingel (Pforzheim) hat die in der EWA (European Web Association) vertretenen Rollenoffset- und Tiefdrucker »empört«.
Laut EWA-Pressemitteilung fordert Klingel in einem jüngst an Lieferanten versandten Schreiben unter dem Betreff »Konjunkturausgleich« für die Jahre 2009 und 2010 auf alle getätigten Umsätze einen »Konjunkturausgleich, der im zweistelligen Prozentbereich liegen sollte.«
Klingel erwarte von den angeschriebenen Lieferanten eine Entscheidung bis zum 2. März 2009. Begründet werde dies damit, dass sich Klingel entschlossen habe, »trotz Umsatzrückgängen die Auflage und Umfänge der Werbemittel nicht zu reduzieren«.
Mit den Worten »Das ist der vorläufige Höhepunkt eines Erpressungsversuches im Printbusiness«, wird in der EWA-Mitteilung ein nicht genannter Druckunternehmer zitiert. Der Sprecher der Rollendruckorganisation EWA, Unternehmensberater Michael Dömer, sieht »keinerlei Spielraum auch nur für geringe Preiszugeständnisse, geschweige denn für Bonuszahlungen.« Durch einen ruinösen Preiskampf sei die Branche bereits in Schwierigkeiten gekommen, was durch eine erhebliche Anzahl von Insolvenzen belegt sei. (ben)

 

Info: European Web Association, Internet www.ewa-print.de

Branchen-News www.druckspiegel.de

23.02.2009


     

Einer Meldung der Ewa zufolge erwartet Klingel von den angeschriebenen Lieferanten einen "Konjunkturausgleich, der im 2-stelligen Prozentbereich liegen sollte" und mahnt eine Entscheidung bis zum 2. März 2009 an. Begründet wird diese "Bitte" damit, dass sich Klingel entschlossen habe, "trotz Umsatzrückgängen die Auflage und Umfänge der Werbemittel nicht zu reduzieren". "Das ist der vorläufige Höhepunkt eines Erpressungsversuches im Printbusiness", so ein Unternehmer. Vor einigen Jahren bereits hatte der Quelle-Konzern vergeblich versucht, mit einer Rückvergütung auf getätigte Umsätze die weitere Auftragsvergabe von einer Bonuszahlung abhängig zu machen.

Der Gründer und Sprecher der Rollendruckorganisation Ewa, Unternehmensberater Michael Dömer, sieht aufgrund seiner Kenntnisse der Ergebnissituation der Druckunternehmen keinerlei Spielraum auch nur für geringe Preiszugeständnisse, geschweige denn für Bonuszahlungen. Durch einen ruinösen Preiskampf sei die Branche bereits in Schwierigkeiten gekommen, was durch eine erhebliche Anzahl von Insolvenzen belegt sei. "Um die Lebens- und Leistungsfähigkeit der Drucker zu sichern sind Preiserhöhungen nötig. "Eine Fortsetzung des Preisdruckes wird aus Sicht von Michael Dömer zu weiteren Insolvenzen und einer Bedrohung des Mittelstandes und Vernichtung von Arbeitsplätzen führen."

Dömer empfiehlt den Druckern dringend, Kapazitäten vorübergehend vom Markt zu nehmen statt sich auf eine Todesspirale einzulassen. "Ich gehe aber davon aus, dass es kein einziges Unternehmen gibt, das auch nur im Ansatz auf die Forderung von Klingel eingeht."  Die Ewa ist die einzige Interessenorganisation, die gezielt den Rollenoffset und Teile des Tiefdruckes repräsentiert. Sie wurde vor 11 Jahren durch den Branchenberater Michael Dömer gegründet.

 www.ewa-print.de

 (tz)  

 

 

Pressemitteilung - Johler Subvention

17.09.2008


JOHLER SUBVENTION:

EWA RICHTET SCHARFEN PROTEST AN DAS WIRTSCHAFTSMINISTERIUM SCHLESWIG HOLSTEIN UND WENDET SICH AN DIE FDP OPPOSITION IM LANDTAG: „MAßNAHME FÜHRT ZU ARBEITSPLATZVERNICHTUNG“
 

Güster, den 17. September 2008

Neben einer Reihe von Einzelprotesten, die Unternehmer direkt an das Wirtschaftsministerium von Schleswig Holstein richteten, warf der Gründer und Sprecher der EWA (European Web Association), Unternehmensberater Michael Dömer, dem Wirtschaftsminister von Schleswig Holstein in einem Schreiben vom 17.09.08. Wettbewerbsverzerrung und Verschwendung von Steuergeldern vor.

Die EWA vertritt in ihren ca. 50 Unternehmen mit rund 3,3 Mrd. Umsatzvolumen und fast 15.000 Mitarbeitern ca. 70 % des deutschen Rollenoffsets als Interessenorganisation. Im Rollenoffset werden Zeitschriften, Kataloge und Zeitungsbeilagen in hohen Auflagen produziert. Der Wettbewerb untereinander ist überregional.

Die Subventionspolitik eines maroden Unternehmens führe in einem Verdrängungswettbewerb letztlich nicht zum Erhalt, sondern zur weiteren Vernichtung von Arbeitsplätzen, so Michael Dömer in seinem Schreiben.
Die Druckindustrie leide seit Jahren unter einem Verdrängungswettbewerb. Das seit Langem marode Unternehmen Johler Offset Neumünster sowie auch Nordoffset in Ellerbek hätten bereits begonnen, nun durch die günstigen Einstiegsbedingungen aus der Insolvenz sowie die staatlichen Fördermittel mit aggressiver Preispolitik den Markt weiter nach unten zu ziehen.

„Nun müssen Druckunternehmen, die aufgrund hoher Managementqualifikation und persönlichem Einsatz und Verzicht in der Lage sind, Steuern zu bezahlen, mit diesen ihren Wettbewerb finanzieren. Fatal ist, dass dieser subventionierte Wettbewerb aufgrund anderer Kostensituation eine besonders aggressive Preispolitik betreibt.“

In einem ausführlichen Telefonat appelliert Dömer zudem an die FDP Opposition im Schleswig Holsteinischen Landtag, gegen diese Eingriffe des Landes in den Wettbewerb einzuschreiten. Der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP Fraktion Dr. Heiner Gag sagte zu, unmittelbar in einem Schreiben an den Wirtschaftsminister die Hintergründe und Begründungen zu hinterfragen.

Gegenüber der Presse äußerte Michael Dömer, dass es Aufgabe von Unternehmern und Unternehmensberatern sei, Unternehmen aus eigener Kraft für die Zukunft fit zu machen. Johler wäre nicht der erste Fall, in dem  Unternehmen mit Subventionen es später doch nicht geschafft haben, sondern sich der Verlust von Arbeitsplätzen zusätzlich auf andere Unternehmen aufgrund subventionierter aggressiver Preispolitik ausgeweitet habe.

Gewinnwarnung Druckindustrie! - Sofortmaßnahmen dringend nötig

20.06.2008


Angesichts der dramatischen Preissteigerungen bei Energie, insbesondere aber auch bei Papier und Farbe sowie weiteren Hilfsstoffen sowie weiteren Parametern wie Maut, seien besonders stark Rollenoffset und Tiefdruck vor gewaltige Herausforderungen gestellt. „Die Kommunikation der Lieferindustrie wird zudem oft rigide ultimativ geführt und lässt die vielbeschworene Kundenorientierung und Netzwerkdenken vermissen“, so Dömer.

Die aktuelle Untersuchung basiert auf einer Vielzahl von Gesprächen, Interviews und Analysen mit Druckunternehmen und Lieferanten, die Dömer in den letzten Tagen ad hoc geführt hat. Offenbar befürchtet die Lieferindustrie ihrerseits Gewinnrückgänge und Zahlungsausfälle. „Die Situation ist nicht auf Überkapazitäten, sondern auf eine verfehlte Preispolitik zurückzuführen. Es darf keinen Zweifel geben, dass Kostensteigerungen sofort am Markt weiterzugeben sind. Wer bei über 70 % Papieranteil Jahreskontrakte ohne Papiergleitklausel gemacht hat, den wird es kalt erwischen. Die Preisgestaltung der letzen Jahre lässt keine Cent Spielraum, befürchtet Dömer.

In einem 12 Punkte – Programm für seine Mandanten empfiehlt der Berater u. a. die Preisgestaltung sofort zur Chefsache zu machen und den Verkauf zu Preiserhöhungsgesprächen mit den entsprechenden Fakten zu briefen.„Printbuyer, die nur nach dem billigsten Angebot vergeben, könnten im Herbst vor der Gefahr stehen, dass ihre Produkte plötzlich nicht erscheinen, weil bei ihren Lieferanten die Lichter ausgehen. Erfolgreiche, auf langfristig orientierte Sicherung setzende Unternehmen variieren ihre Kapazitäten und variablen Kosten, statt über Preise das Unternehmen zu gefährden. In der vor uns liegenden, besonders auslastungsstarken Zeit, wird es für Printbuyer schwer sein, mal eben im Galopp den Drucker zu wechseln.“

 Die verbreitete Jubelstimmung nach der drupa bezeichnet Dömer als trügerisch. „Die Druckindustrie hat weniger ein Kapazitäts- und Marktproblem als vielmehr eine Krise des Selbstbewusstseins, die zu fehlender Konsequenz in der Unternehmensführung führt. Erfolgreiche Unternehmer in denselben Märkten zeigen, dass es auch anders geht. Die Vergangenheit hat aber bereits gezeigt, dass „Selbstmordattentäter“ in der Preisgestaltung zwar vom Markt verschwunden sind, den Markt als Ganzes aber auch in Mitleidenschaft geführt haben“.

EWA / ERA - Pressekonferenz am 04.06.08 auf der drupa Düsseldorf

04.06.2008


Mehr zu dieser Presseerklärung lesen Sie hier

 

 


Presseinformation - Gipfelgespräch Tiefdruck / Rollenoffset
Gemeinsame Pressekonferenz von E.R.A. und EWA vereinbart

08.05.2008


In der Arbeitssitzung in Hamburg erörterten Nicolaus Broschek (Präsident der E.R.A.), Stephan Krauss und Torsten Schubert (beide Prinovis), James Siever (Geschäftsführer E.R.A.) und Unternehmensberater Michael Dömer, Initiator und Bevollmächtigter der Rollenoffsetorganisation EWA, Situation und Zukunft der Branche.

Es besteht hohe Übereinstimmung in der Notwendigkeit einer gemeinsamen, kreativen Arbeit für Print als zentrales Zukunftsmedium.Von außen konstruierte „Kannibalismusdiskussion“ zwischen den Druckverfahren seien für die Branche kontraproduktiv. Besorgt zeigten sich die Experten über den starken Anstieg der Produktionskosten, die insbesondere durch die Preisexplosion bei Energie und Rohstoffen ausgelöst sei.

Auch wenn gewisse Strukturveränderungen einzelner Produktgruppen zu erkennen seien, so erwartet man doch für die Zukunft eine positive Entwicklung. Dabei komme es darauf an, dass von den Print - Unternehmen aktiv für die Werbewirtschaft verdeutlicht wird, dass auf lange Sicht Print weiter eine entscheidende Rolle spiele. Unabdingbar sei es aber auch, die Ertragslage der Unternehmen zu verbessern. Die Entscheidung, in welchen Druckverfahren das jeweilige Produkt hergestellt werde, sei für die Branche insgesamt zweitrangig. Deshalb wird auch von den Mitgliedsunternehmen die gemeinsame Arbeit von EWA und E.R.A. begrüßt.

Michael Dömer

Pressemitteilung -30. EWA - Konferenz

10.04.2008

Im drupa – Jahr: Hohe Auslastung im Rollenoffset
Detaillierte Langzeitstudie widerlegt Stimmungen und Thesen
Print Preiserhöhungen zu erwarten
Keine Marktkonfrontation Tiefdruck / Rollenoffset zu erwarten


Hamburg, 07.04.2008

Eine außergewöhnlich detaillierte Studie des Branchenberaters Michael Dömer im Auftrag der EWA (European Web Association) sorgt im drupa – Jahr für hohe Aufmerksamkeit bei Druckern, Herstellern von Druckmaschinen und natürlich den Printbuyern. In der Gipfelkonferenz Rollenoffset der EWA präsentierte Dömer am 07.04.08 in Hamburg vor den Geschäftsführern und Vorständen die Ergebnisse.
Entgegen der vielfach behaupteten, aber nie mit Zahlen belegten Aussage, die Branche leide unter Überkapazitäten, belegt eine genaue Untersuchung eher das Gegenteil:

185 (!) Rollenoffsetmaschinen in 41 Unternehmen wurden nach Maschinenklassen über 16 Monate in ihrer Auslastung untersucht. Basis der Untersuchung war die exakte Stundenzahl je Maschine / je Monat, die ins Verhältnis zur „Normalkapazität“ unter Berücksichtigung der Feiertage je Bundesland gesetzt wurde.

Das Ergebnis

Im Zeitraum September 2006 bis Dezember 2007 sind 108 % der Normalkapazität ausgelastet! Dabei gibt es die bekannten Saisonschwankungen, die jedoch nur vereinzelt Unterschreitungen der Normalkapazität  aufzeigen.

Besonders interessant ist die hohe Auslastung übers Jahr bei den high volume Maschinen. Insbesondere die Maschinenklasse 72 / 80 Seiten zeigt in allen Monaten eine Auslastung weit über der Normalkapazität.
 
Eine weitere Besonderheit

Die Auswertung zeigt auch, dass die Auslastung im Zeitraum 2006 / 2007 gegenüber dem Vorjahr weiter gestiegen ist. Zu beachten ist dabei die deutliche Ausweitung der Kapazitäten durch Investitionen, die im deutschsprachigen Raum besonders stark war. Dömer erwartet in den nächsten Jahren für Deutschland und Österreich eine Exportzunahme.

Nach seiner Einschätzung wird es in 2008 und 2009 zu deutlichen Preissteigerungen kommen, da die Unternehmen die gestiegenen Herstellungspreise aufgrund von Erhöhungen im Bereich Energie, Farbe, Papier und anderer Faktoren nicht auffangen können. „Von 2005 bis Ende 2007 sind alleine die Stromkosten um ca. 70 % gestiegen. Eine enorme Belastung der energieintensiven Branche“.
Unter dem  Aspekt, dass im high volume Bereich der Papieranteil vom Umsatz zum Teil über 70 % liegt, ist die Papierpreissteigerung von 2006 bis Ende 2007 von 6 % nicht ohne „Weitergabe an den Markt zu verkraften“, so Dömer auf der EWA – Konferenz.
Zur Standortsicherung seien solche Erhöhungen nötig und wie die Studie zeige, marktwirtschaftlich auch möglich.

Rechtzeitig zur drupa sind diese Zahlen auch für den Maschinenbau interessant. Dömer warnt jedoch davor, diese Entwicklung linear für die nächsten Jahre hochzurechnen. Die aktuelle Investitionstätigkeit bei Verschiebungen in den Produktbereichen erfordere eine sehr differenzierte Analyse und Prognose für die Zukunft.

EWA - Jubiläumsjahr

Die EWA wurde vor 10 Jahren (April 1998) als Interessenorganisation im Rollenoffset gegründet, um die Marktentwicklungen dieses Branchenteils intensiv zu beobachten und ein Forum zu haben, das Print positiv als Zukunftsmarkt vertritt. Inzwischen sind ca. 3,5 Mrd. Euro Umsatz in der EWA vertreten, der Papierverbrauch innerhalb dieser Gruppe betrug 2007 2,7 Mio. Tonnen mit 14.500 Mitarbeitern. Zur 30. Konferenz konnte ein weiterer Rollendruckunternehmer aufgenommen werden, der 3. bereits in 2008.

Austausch über Störungen im Zulieferbereich

Die EWA sieht sich auch als aktiver Partner der Lieferindustrie. So beschloss die 30. Konferenz aufgrund der Zunahme von Papierproblemen in der Rotation ein Formular, über das zukünftig alle EWA Unternehmen spezifiziert zu Problemen mit Papieren von den jeweiligen Kollegen schnell elektronisch informiert werden, um einen Erfahrungsaustausch zu ermöglichen und mit konkreten Daten der Lieferindustrie bei der Problemlösung zu helfen. Ähnlich funktioniert es auch bei anderen Druckhilfsmitteln und den Maschinen selbst.

 
Tiefdruck / Rollenoffset – kein Kampf der Giganten zu erwarten

Als Gast berichtet der CEO von Prinovis, Stephan Krauss, über die aktuelle Situation des Tiefdrucks. Auch wenn es zu gewissen Anpassungen durch Marktverschiebungen gekommen sei, so sieht Krauss die Zukunft stabil.
Krauss und die EWA Unternehmer teilen die Auffassung von Michael Dömer, dass die von einigen erwartete Verschärfung zwischen Rollenoffset und Tiefdruck nicht eintreten wird. In diesem Zusammenhang beschließt die Konferenz auch eine intensive Zusammenarbeit mit der Tiefdruckorganisation ERA.

Vorbereitet wurde auch ein Presse – Round – Table zur drupa am 04.06.08 in Düsseldorf, um dort auch die grundsätzlich positive Stimmung zu Print und high volume zu begründen.


Michael Dömer

PrintKompress vom 13.12.2007 - Industrielle Unternehmensführung

16.12.2007


Steigende Preise der Lieferindustrie müssen am Markt weitergegeben werden. Die Umsetzung von grundlegend durchdachten Unternehmenskonzeptionen führt 2008 zur spürbaren Verbesserung der Performence. Das Sterben der Dinos wird nochmals zunehmen. Höhere Anforderungen and die Unternehmensleitung, Qualifikationsoffensive für alle Ebenen, konsequente am Gewinnziel orientierte Vertriebspolitik, Organisationsentwicklung und Optimierung der internen Prozesse sind neben einer deutlichen Marktpositionierung die Handlungsfelder, um aus drückenden Schuhen Siebenmeilenstiefel zu machen!

„Immer mehr von Ihrer Klientel entfernt“

21.06.2007


DD: Herr Dömer, wie waren die ersten Reaktionen der EWA-Mitglieder auf den Tarifabschluss?

Michael Dömer: Unisono widersprechen alle der Zu­friedenheit des Verbandes mit diesem Abschluss, weil er mit der tatsächlichen Situation zumindest im Rollenoffset und Tiefdruck nicht annähernd etwas zu tun hat. Die Tarifparteien scheinen sich immer weiter von ihrer jeweiligen Klientel entfernt zu haben und vertreten nicht wirklich deren Interessen, so die Meinung. Ich  zitiere Mike Medweth, Geschäftsführer OZ Druck  (Rheinfelden)
“Für viele Betriebe, deren Ertragslage ja alles andere als gut ist, ist dieser Abschluss eine Katastrophe, da er sich wiederum nicht an der individuellen Situation des Unternehmens orientiert“ Dr. Thomas Schön, Geschäftsführender Gesellschafter Walcker Offsetdruck (Isny), ergänzt: „Es dürfte je­dem Kenner der Rollenoffset-Branche bewusst sein, dass der deutlich zu hohe Abschluss den weiteren Abbau von Arbeitsplätzen zumindest in den Betrie­ben beschleunigen wird, die noch tarifgebunden sind.“ Hintergrund der schlechten Bewertung ist die Tatsache, dass die Renditen im Rollenoffset weiter sehr schwach sind, was auch die neuerlichen großen Insolvenzen zeigen. „Die Unternehmen bemühen sich gerade, die erhöhten Kosten der letzten Jahre am Markt weiterzugeben und zudem die Zahlen zu verbessern, um die nötigen Investitionen zu stem­men, da ist dieser Abschluss ein herber Rück­schlag“, sagt Rüdiger Weißflog, Geschäftsführer der PVA in Landau.

Als Berater, der in den letzten Jahren stark mit der Restrukturierung von Unternehmen beschäftigt ist, kann ich das leidvoll bestätigen. Der aufkeimende Optimismus erhält einen Dämpfer, Besonders kri­tisch wird der hohe Lohn im Helferbereich gesehen. Eberhard Brockmann, GF Henke Druck, sagt dazu: „Weiter von der Realität entfernt sind die geringen Unterschiede zwischen Fach- und Hilfskräften, die mit dem Arbeitsmarkt nichts zu tun haben.

DD: Inwiefern tangiert der Abschluss die EWA-Mit­glieder überhaupt noch? Viele haben doch längst eigene Strukturen für die Lohn- und Gehaltsfest­legung in ihren Betrieben entwickelt.

Dömer: Das ist eine zentrale Frage auch für die Zu­kunft des Flächentarifvertrages. Der Trend zeigt, dass dieser in den letzten Zügen liegt. Indirekt hat der Abschluss natürlich oft auch Auswirkungen auf Unternehmen, die nicht tarifgebunden sind, da man­che Mitarbeiter verständlicherweise gerne auch „mehr in der Tasche“ haben möchten. Tatsächlich fühlen die meisten Unternehmen im Rollenoffset sich seit längerem nicht vertreten. Inner­halb der EWA sind nur noch ca. 20 Prozent tarifge­bunden. Daher zeigte die Reaktion in der EWA auch ein gemischtes Bild aus Unverständnis, Verärgerung auf der einen und Gelassenheit oder auch Resigna­tion auf der anderen Seite. Der Trend geht eindeutig zu unternehmensspezifischen Lösungen. „Der Tarif­konflikt interessiert bei uns keinen Menschen mehr, weder Belegschaft noch Unternehmer“, sagt zum Beispiel Joachim Glowalla (CW Niemeyer, Hameln).

DD: Während der Tarifauseinandersetzung wurden weit überwiegend Zeitungsbetriebe und auch einige Tiefdrucker bestreikt, Warum kaum Akzidenz-Rollenoffsetdrucker?

Dömer: Die meisten Unternehmer im Rollenoffset betreiben eine offene Informationspolitik, was die Mitarbeiter honorieren und nicht anfällig sind für „Störfeuer“ betriebsfremder Gruppen. Das wissen die Gewerkschaften. Ich denke, es kommt stark auf die Vernunft der Gewerkschaftsfunktionäre in den Regionen an. Da gibt es durchaus Lerneffekte, die zu einem positiveren Gewerkschaftsbild beitragen. Das erklärt auch, neben der niedrigen Tarifbindung beider Seiten, warum dort weniger gestreikt wurde.

 

DD: Gab beziehungsweise gibt es Kontakt zwischen der Arbeitgeber-Verhandlungskommission, in der ja auch Unternehmer aus dem Akzidenzdruck-Seg­ment sitzen, und der EWA?

Dömer: Zunächst: die EWA sieht sich nicht in einer Wettbewerbssituation zum BVDM. Die EWA wächst ständig, weil sie sich mit unternehmerischen Fragen und Marktthemen beschäftigt, die der Verband gar nicht so behandeln kann. Wir bemühen uns seit Jah­ren um mehr Kommunikation und Information an die Verbandsorganisationen über die tatsächliche Lage und Stimmung in diesem Branchensegment. Wir ha­ben bereits früher in Treffen und Schreiben an die Gremien versucht, in Tarifkonflikten Meinungen und Unterstützung zu geben. In bilateralen Gesprächen auf verschiedenen Landesebenen funktioniert das schon ganz gut.

In dieser Tarifrunde gab es keine Kontakte, auch weil von Seiten des Verbandes öffentlich kommuniziert wurde, dass jemand, der keine Verbandsbeiträge bezahle, auch kein Recht auf Einflussnahme und Stellungnahme habe. Unterstützt durch die EWA-Mitglieder mache ich mich persönlich aber weiterhin stark dafür, im Sinne des Wirtschaftszweiges zu­künftig mehr zu kooperieren.

 "Das Interview erschien in der Fachzeitschrift Deutscher Drucker, Ausgabe 20/2007 vom 21.06.07"

 

(Finanz-) Investoren sind gut für die Druckbranche - Pro & Contra

01.04.2007


Contra von Michael Dömer aus der März 2007 Ausgabe des Druck & Medien Magazins

Druckunternehmen werden in zunehmenden Maße für branchenfremde Investoren attraktiv. Insolvente Unternehmen werden von branchenfremden Beteiligungsgesellschaften übernommen und produzieren weiter. Ist das ein Segen für die Druckwirtschaft?

Mehr dazu lesen Sie hier

Hohe Kapazitätsauslastung im Gesamtjahr 2006 – Printbuyer müssen mit deutlichen Preiserhöhungen rechnen

19.12.2006

 

Dömer Studie im Auftrag der EWA:

111 Maschinen über 12 Monate analysiert

Hohe Kapazitätsauslastung im Gesamtjahr 2006 –
Printbuyer müssen mit deutlichen Preiserhöhungen rechnen


Aufgrund der hohen Auslastung seit Mitte 2006 und eigentlich zufriedener Auftragslage sahen die Rollenoffsetunternehmer auf der Novemberkonferenz der EWA (European Web Association) die Behauptung, es gäbe deutliche Überkapazitäten im Rollenoffset skeptisch. Zudem entsprechen die unbefriedigende Ertragslage und die Zahl der Insolvenzen nicht der Nachfragesituation.

Um eine sachliche Basis für das Gespräch mit den Printbuyern und eine Grundlage zur Verkaufssteuerung  zu haben, beauftragte die Gruppe der EWA’ler (die immerhin ein Umsatzvolumen von rund 2 Mrd. Euro repräsentiert) den Unternehmensberater Michael Dömer damit, die tatsächliche Auslastung der Rotationen über 12 Monate zu untersuchen.

An der Untersuchung nahmen 26 Unternehmen teil. 111 Maschinen aus allen Klassen von 8, 16, 32, 48, 64, 72 und 80 Seiten wurden ausgewertet.

Das in dieser Deutlichkeit verblüffende und doch vermutete Ergebnis:

Die Auslastung liegt insgesamt bei 105,1 % der Normalkapazität – d.h. bei einer Beschäf-tigung an 5 Tagen in 24 Stunden Betrieb.

In einigen Monaten des Jahres sind die Ausschläge nach oben erheblich, der angebliche schwache Jahresbeginn liegt immer noch auf der normalen Linie. Nur im Juni/Juli gibt es leichte Unterauslastung. Die Unterauslastungen können nach Meinung des Unternehmensberaters Michael Dömer durch Nutzung der Urlaubssteuerung und der flexiblen Arbeitszeiten aufgefangen werden. Auffällig ist allerdings, dass insbesondere die high volume Maschinen auch am Wochenende stark ausgelastet sind, die 8 und 16 Seiten tendenziell schwächer.

Dömer führt das darauf zurück, dass der high volume Bereich immer stärker in kleine Auf-lagengrößen vordringt. Außerdem tun sich die vielen 16 Seiten „stay alone“ Drucker äußerst schwer und werden mehr und mehr Existenzsorgen bekommen, weil sie die Leistungsfähigkeit und Kostenoptimierung der Großbetriebe nicht erreichen.

„Die Auslastung und Ertragssituation der Branche stehen in krassem Missverhältnis zu einander“ – so Dömer. „Durch die vermeintliche Überkapazität hat sich die Branche zu Preisen hinreisenlassen, die betriebswirtschaftlicher Nonsens sind“.

Die Konsequenz aus der Untersuchung ist, dass es in 2007 zu deutlich steigenden Preisen für die Printbuyer kommen muss. „Wer jetzt nicht handelt, verspielt die Zukunft seines Unternehmens“ so Michael Dömer.


 

Presseinformation „Euro-Druckservice AG Mitglied der EWA“

25.09.2006

 

Der vor 8 Jahren von Unternehmensberater Michael Dömer gegründeten Rollenoffset Organisation European Web Association (EWA) ist nun auch das in Passau ansässige Unternehmen, die Euro-Druckservice AG, beigetreten. Teilnehmer in der EWA sind nur die Vorstände, Geschäftsführer oder Inhaber. Für EDS nimmt der Vorstandsvorsitzende Christian Senff teil. EDS ist mit mehreren Unternehmen auch im osteuropäischen Raum stark vertreten und meldete kürzlich die Übernahme der Prager Rollendruckerei Svoboda Press a.s..

Insbesondere auch die osteuropäische Entwicklung fordert große Aufmerksamkeit von den EWA Unternehmen.

Michael Dömer sieht in der stetigen Entwicklung und dem hohen Engagement der Unternehmenschefs den hohen Bedarf an Kommunikation und Interessenvertretung in einer Branche mit weitreichenden Strukturveränderungen. Die 26. EWA-Konferenz findet statt am 19.11./20.11.2006.

In der EWA engagieren sich die Mehrzahl der Rollenoffsetunternehmer aus Deutschland und Österreich sowie ein Tiefdrucker für die Zukunft der Branche. Erst kürzlich war der EWA mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung Markus Dohle auch Mohnmedia beigetreten.

25. EWA-Konferenz

03.07.2006


 

Besonderes Highlight der Jubiläumsveranstaltung: Der Unternehmerkreis nahm einstimmig mit Markus Dohle die Unternehmensgruppe Mohn Media auf. Ein weiterer bedeutender Tagesordnungspunkt war die Diskussion mit Dr. Wachs, Vorstandsvorsitzender der Arquana, der sich den kritischen Fragen der Mittelständler stellte.

In der EWA sind bisher schon rund 50 Unternehmen durch die Teilnehmer vertreten, dabei auch ein Tiefdrucker. Mit Mohn Media ist nach Einschätzung von Michael Dömer die EWA nun eine noch stärkere Organisation, die einen hohen Anteil der Rollenkapazität in Deutschland darstellt. Dömer legt wert darauf, keine Verbandsstrukturen zu haben, sondern unternehmerisch zu agieren.

Auf der jüngsten Konferenz beschäftigte man sich zudem intensiv mit den Zukunftsstrukturen der Branche und der Entwicklung der einzelnen Produktbereiche Katalog, Zeitschriften und Beilage. Besondere Bedeutung hatte auch der Austausch über die Politik der Lieferindustrie.    

Pressemitteilung: Antworten auf die dramatische Lage im Rollenoffset / Tiefdruck

07.01.2006

15. EWA-Gipfelkonferenz:

Antworten auf dramatische Lage im Rollenoffset

Die 1998 von Michael Dömer, einem der führenden Berater in der Druckindustrie, gegründete European Web Association (EWA) ist zu einer anerkannten Institution geworden.

Die Teilnehmer der dreimal pro Jahr von Dömer veranstalteten Gipfelkonferenzen lesen sich wie das Who is Who des Rollenoffsets. Es nehmen ausschließlich die Inhaber oder Gesamtgeschäftsführer der Unternehmen und Konzerne teil. Es handelt sich um Klausurtagungen, über die gewöhnlich nicht öffentlich berichtet wird. Im Mittelpunkt stehen Fragen der nationalen und internationalen Marktentwicklung, Anforderungen an Maschinenbauunternehmen und Lieferanten sowie zunehmend auch die Auseinandersetzung mit der Tarifpolitik der Verbände und Gewerkschaften. In den letzten Konferenzen waren Gesprächspartner aus unterschiedlichen Bereichen eingeladen, um im direkten Meinungsaustausch Situationen zu erörtern und Lösungen zu finden. Nach einem Banker und Papierlieferanten war es bei der 15. Gipfelkonferenz ein Vertreter eines namhaften großen Verlages. Die Tendenzen für das Jahr 2003 sind weiter bestimmt von einem massiven Druck der Kunden auf die Preise. In seinem Eingangsstatement bekräftigt Dömer seine bereits zur Gründung der EWA erläuterte Prognose, dass es sich die Branche in ihren Strukturen weiterhin erheblich verändern wird. In einer Studie zeigte er auf, dass in den letzten 3 Jahren bei 22 Unternehmen aus dem Rollenoffset zur Insolvenz, Schließung oder Übernahme kam. Die Analyse zeigt auch, dass der überwiegende Anteil der Kapazität nicht vom Markt verschwunden ist. Bei den Insolvenzen sieht der Unternehmensberater viele Parallelitäten. Die liegen sicher nicht in fehlender Kundenorientierung oder Fehlern bei der Mitarbeiterführung, wie es oft suggeriert wird. Die Antworten auf die Strukturkrise sind oft falsch oder fehlen.

Es gäbe eine Reihe von Lösungsansätzen. Immer noch gäbe es auch innerhalb der Unternehmen viele Möglichkeiten, die Strukturen zu verändern und Kosten zu reduzieren. Mit Nachdruck wendet sich Dömer gegen die immer wieder erklärten Aussagen, die Branche sei zu technisch orientiert. Das mag für einen Zeitraum in der Vergangenheit zutreffen, hat aber nichts mehr mit der Realität zu tun. Gemeinsam mit den Maschinenlieferanten und z. T. auch mit den Kunden müssen insbesondere in den Bereichen Druck, Weiterverarbeitung und Logistik die Automatisierungsprozesse vorangetrieben werden, um dem Preissturz zu begegnen. So Dömer.
Die Mehrzahl der Rollenoffsetunternehmen sieht er im Würgegriff aus Lieferanten, Kunden und Gesetzgebung. Dömer: Es ist ein ziemlicher Unsinn, heute noch das Schulbuchwissen von der Suche nach Alleinstellungsanspruch im Rollenoffset zu verbreiten. Wer in diesem Verdrängungsmarkt von Beilagen, Katalogen und Zeitschriften weiter bestehen will, muss sein Unternehmen betriebswirtschaftlich und technologisch mit hoher Geschwindigkeit weiter entwickeln sowie nach Möglichkeit von Fusionen offensiv suchen. Im Verlagsbereich vollziehen sich epochale Veränderungen, die für die Akzidenzdrucker dann auch Vorteile bieten, wenn sie mit entsprechenden Konzepten überzeugten. Problematisch sieht Dömer die zunehmende Beistellung von Papier durch die Kunden. Z.T. betreibe die Papierindustrie offensiv die Zunahme des Endkundengeschäfts und nehme immer mehr Einfluss auf den Selektionsprozess. Die Druckunternehmer müssen mit neuem Selbstbewusstsein Lösungen erarbeiten, um Herr des Verfahrens zu bleiben oder wieder zu werden. Appelliert Dömer in seiner Rede.

Massiven Druck üben die Rollenoffsetdrucker der EWA seit über einem Jahr auf den Bundesverband Druck aus. Innerhalb der EWA sind ca. 40% der Unternehmer auch im Verband Druck und Medien organisiert. Nach einem Schreiben an den Bundesgeschäftsführer Mayer kam es im Jahr 2002 zu mehreren Spitzengesprächen mit dem Bundesverband, Landesgeschäftsführern auf der einen und Michael Dömer sowie Unternehmern aus der EWA auf der anderen Seite.

In der jüngsten Konferenz wiesen die Unternehmer nochmals mit allem Nachdruck darauf hin, dass nach dem überhöhten Tarifabschluss des letzten Jahres Kostensenkungen im Lohn- und Gehaltsbereich notwendig sind. Dieser Tarifabschluss habe bereits zu umfangreichen Kündigungen von Mitarbeitern führen müssen.

Sollte der Tarifabschluss nicht mind. kostenneutral sein, würde dies zu Verbandsaustritten führen und damit auch ein Fragezeichen an den Flächentarifvertrag setzen. Gleichzeitig forderte die EWA-Konferenz eine Kündigung des Manteltarifvertrages.

Pressemittleiung: EWA-Konferenz „Abwehr von Preiserhöhungen der Lieferindustrie“

06.12.2005

EWA-Konferenz:

Abwehr von Preiserhöhungen der Lieferindustrie
Printbuyer müssen mit höheren Preisen rechnen.

 Auf der 23. EWA-Konferenz im November in Hamburg haben die Unternehmer und Geschäftsführer aus dem Rollenoffsetdruck sich auch intensiv mit der anhaltenden wirtschaftlichen Anspannung  der Branche beschäftigt.

Vehement sprechen sie sich gegen die Ankündigungen von Preiserhöhungen der Lieferindustrie  aus, wie sie z.B. AGFA für Druckplatten vorgesehen hat.

AGFA und auch andere Lieferanten begründen ihre Preiserhöhungen mit der Notwendigkeit von Renditesteigerungen. Während die Bilanzveröffentlichungen der Lieferindustrie überwiegend positive Erträge ausweisen, leidet die Druckindustrie weiterhin unter einem enormen anhaltenden Preisdruck und damit Renditenverfall und Existenzproblemen.

Michael Dömer, Unternehmensberater und Koordinator der Rollenoffsetorganisation EWA rät zu mehr Kommunikation und Netzwerken zwischen Lieferindustrie und Druckindustrie.

„Die Umsetzung von Preiserhöhungen führt die Druckindustrie in weitere betriebswirtschaftliche Bedrängnis, was nicht ernsthaft im Sinne der Lieferindustrie sein kann.

Bei allem Verständnis dafür, dass der Sinn unternehmerischen Handelns es ist, Gewinne zum langfristigen Erhalt der Unternehmen zu erwirtschaften, so kann dies nicht weiter zu Lasten der Druckindustrie gehen.“

Die Printbuyer müssten sich allerdings kurzfristig auf eine Wende zu höheren Preisen einstellen. Die anhaltende Zahl von Pleiten und Übernahmen in der Branche entwickelt sich mittelfristig auch zum Nachteil der Printbuyer, so die Aussage der EWA-Konferenz. 

Wer für die exzellente Leistung „Kreativität“ und „Beratung“ der Druckerein nicht bereit sei, zu bezahlen, werde sich in wenigen Jahren einer Oligopol-Situation gegenüber sehen, die zu einer Umkehr von der dringend nötigen Flexibilität und Dienstleistungsbereitschaft sowie Forschung und Entwicklung führe. Der hohe Innovations- wie Investitionsdruck, die nicht abwehrbaren dramatischen Preiserhöhungen im Energiebereich und weiteren Faktoren sowie nicht zuletzt das Rating der Banken führen dazu, dass sich die Preise gegenüber den Printbuyern erhöhen müssen, so die Meinung der Konferenz.

Zusätzliche Preiserhöhungstendenzen zur Verbesserung der Renditen in der Lieferindustrie, müssten so lange von allen Unternehmen abgewehrt werden, bis sie diese am Markt ebenfalls weitergeben können. Das kann nur durch permanente Aufklärung und Kommunikation über die betriebswirtschaftliche Notwendigkeit aller am Prozess Beteiligten geschehen. Die EWA Unternehmer haben deshalb beispielhaft an die Firma AGFA ein Schreiben gerichtet, dass eher zur Reduzierung als zur Erhöhung von Preisen auffordert und mehr Netzwerkdenken von der Lieferindustrie abfordert.

Dömer: „Die Druckindustrie muss sich selbstbewusster dagegen wehren, zwischen den großen Blöcken der wachsenden Einkaufsmacht der Kunden auf der einen und den Oligopolen auf Lieferantenseite zermalmt zu werden.“

Pressemitteilung zur 20. EWA-Konferenz

01.12.2004

„Eindrucksvoll“ bezeichnet Unternehmensberater Michael Dömer die Teilnahme und das Engagement der Unternehmer auch zur 20. EWA-Konferenz in Hamburg. 90 % der beteiligten Chefs waren wieder dabei. Nach internen Schätzungen sind das immerhin rund 75 % der Kapazität im deutschen Rollenoffset sowie einiger Tiefdrucker.

Die Lage ist weiterhin kritisch. Auch wenn es geringfügige Verbesserungen im Werbeumsatz geben wird, so liegt dieser noch deutlich hinter den Umsätzen von 2001 zurück.

Dömer zeigte in der Konferenz einen wichtigen Indikator für die schlechte Branchensituation auf: Während die Werbeumsätze zurückgingen stieg dennoch der Papierverbrauch. Das bedeutet, dass Drucker für mehr Druckvolumen immer weniger Ertrag erzielt haben. Der Preisverfall habe bereits zu einer Vielzahl von Insolvenzen geführt.

Besorgt zeigen die Unternehmer sich über die Erwartungen für 2005.

Die Erhöhung der Preise bei Strom und Gas führen bei einem Rolleunternehmen mittlerer Größe zu Mehrkosten von über 200 T€. Hinzu kommen u. a. auch Mautgebühren, erhöhte Versicherungsprämien usw.

 


Scharfe Kritik äußern die Drucker an den Ankündigungen der Papier- und Farbindustrie die Preise zu erhöhen. Insbesondere auch in der Papierindustrie gebe es keine sachlichen Gründe. Eine entsprechende Erhöhung von Zellstoff oder Altpapier sei nicht zu sehen. Papier- und Farbindustrie wollen die Rendite erhöhen zu Lasten der Druckindustrie. Die Börsenberichte zeigen das. „Wenn das kommt, müssen wir gemeinsam nach alternativen Lieferanten suchen“ so ein Teilnehmer. Bemerkenswert sei auch die gleichzeitige Ankündigung mehrer Konzerne.

Auf jeden Fall bedeuten die diversen Kostensteigerungen die Notwendigkeit für deutliche Preissteigerungen der Druckprodukte am Markt. Print Buyer müssen sich in ihren Budgets und im Marktpreis darauf einstellen, dass die Schmerzgrenze längst überschritten ist.

„Sollten die Kunden ihren Preisdruck weiter aufrecht erhalten, wird es 2005 zu weiteren Unternehmenszusammenbrüchen und damit auch zu deutlichen Reduzierungen im Personalbereich in der Branche kommen“, so Dömer.

„Die hohe Leistungsfähigkeit von Druckunternehmen wird außerdem durch den Preisdruck zerstört. Mittelfristig kommt es zu Oligopolen, die zwangsläufig die Qualität, Beratung und Flexibilität reduzieren werden, die man dem Kunden heute noch gibt“, so ein EWA-Unternehmer.

Wenn die Lieferanten der Druckindustrie ihre vielbeschworene Partnerschaft ernst nehmen, wird es Zeit, dass es zu einer „konzertierten Informationspolitik“ gegenüber den Print Buyern kommt.

Pressemitteilung Consultants for Printers

21.05.2004

Internationales Beraternetzwerk für Druck und Medien auf DRUPA gegründet - Michael Dömer vertritt deutschsprachigen Raum.
Auch die Druckindustrie wird internationaler. Unternehmen haben mehrere Standorte und Kooperationen im Ausland. Insbesondere auch Osteuropa wird von global playern vieler Länder als Markt und Standort entdeckt. Kunden fordern z. T. Internationalität von ihren Druckpartnern. Es gab in den letzten Jahren zum Teil schon gute Kontakte zwischen den Beratern, die sich nun auf der DRUPA getroffen und den Grundstein für ein internationales Netzwerk gelegt haben: Es sind zunächst fünf Partner, die sich auf die Druck- und Medienindustrie spezialisiert haben:

Gert de Vries, grafimedia, Holland und Belgien
Hugo von de Garde, Mertel Consult, Eastern Europe
Clint Bolte & Associates, USA und Canada
Angelo Eberle, Schweiz
Michael Dömer, Deutschland, Österreich, Schweiz

Das IRD soll außerdem als international tätiges Institut dabei von allen Partnern mit seinen interessanten Produkten für „knowledge, research + technical engineering“ in der Partnerschaft genutzt werden.

Unternehmensberater Michael Dömer berichtet über zunehmende Aufträge von europäischen Unternehmen, insbesondere auch in Osteuropa, Märkte zu analysieren und Partner zu finden. Dömer: „Der intensive Austausch von Beratern über Chancen und Möglichkeiten für Druckunternehmer in internationalen Bereichen wird zunehmend wichtig. Dabei geht es um Märkte, Kooperationen und auch darum, von Unternehmen anderer Länder zu lernen. Im Verpackungsdruck und Tiefdruck ist Internationalität bereits normal, bei Zulieferen schon lange – die anderen werden folgen. Unser Ziel ist es, diesen Weg durch Kontakte und know how zu unterstützen.“

Um das Netzwerk auszubauen, wird bereits mit weiteren potentiellen Partnern gesprochen.

Kontakt Deutschland, Österreich, Schweiz:

Michael Dömer Unternehmensberatung
Am Moorweg 28
21514 Güster/Hamburg
Tel. 04158-88210
Fax 04158-88213
e-mail: doemer.ub@t-online.de

Schreiben der EWA an Fraktionen im Deutschen Bundestag zum Insolvenzrecht und Subventionen

23.03.2004

Verteiler:

CDU – Angela Merkel
SPD – Franz Müntefering
Die Grünen – Krista Sager
Katrin Göring-Eckardt

An den Fraktionsvorsitzenden der  FDP      
Dr. Wolfgang Gerhardt
Platz der Republik 1          
11011 Berlin


Güster, den 23.03.2004

Insolvenzrecht - Subventionen neue Bundesländer

Sehr geehrter Herr Dr. Gerhardt,

mit diesem Schreiben wende ich mich mit einer dringenden Angelegenheit an Sie und die anderen Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, da offensichtlich die Politik diesen Themenbereich unterschätzt.
Zunächst zu unserer Organisation. Die EWA ist ein Interessenverband der wichtigsten Rollenoffsetunternehmen in Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland sowie einiger Tiefdrucker.
Die EWA repräsentiert ca. 70% der Kapazität dieses Marktbereiches, der überwiegend Druckerzeugnisse mit hohen Auflagen im Bereich Zeitschriften, Zeitungsbeilagen, Katalogen usw. herstellt.
In der EWA sind ausschließlich Gesellschafter, Geschäftsführer oder Vorstände. Einige sind gleichzeitig Verleger.

Ich gehöre zu den führenden Beratern der Druck- und Medienindustrie und habe diese Organisation gegründet, weil die mittelständische Branche in einer Strukturkrise ist, die einen offensiven unternehmerischen Austausch und Alternativen erfordert. Die klassischen Verbände leisten diese Aufgabe nicht. Soweit zu Ihren Informationen. Näheres lesen Sie auf unserer Homepage www.ewa-print.de Mit diesem Schreiben möchte ich Sie, im Auftrag der Unternehmer, auf zwei kritische Bereiche aufmerksam machen und mit Ihnen in einen tieferen Kontakt treten, um durch die Politik dafür zu sorgen, daß die Rahmenbedingungen wieder marktwirtschaftlichen Grundsätzen entsprechen.

1. Insolvenzrecht

Ich möchte an dieser Stelle nicht auf die juristischen Einzelheiten und eine detaillierte Beschreibung der Auswirkungen der gültigen Rechtslage eingehen. Das sollte in einer tieferen Betrachtung erfolgen.
In Kürze:
- Im vorläufigen Insolvenzverfahren werden die Unternehmen durch Insolvenzverwalter gesteuert, die sicher gute Juristen, selten aber wirtschaftskompetent sind.
-Die Honorare der Insolvenzverwalter sind immens und verzehren oftmals erhebliche Substanz.
-Die Zeit der Insolvenzverwaltung dauert oft sehr lange, manchmal Jahre. In dieser Zeit wird mit Preisen am Markt gearbeitet, die offensichtlich dadurch beeinflusst sind, daß 3 Monate keine Löhne gezahlt werden müssen (Konkursausfallgeld).
Abschreibungen aufgrund einer anderen Interessenlage wenig berücksichtigt werden – ebenso Kapitalverzinsung.
     
in dieser Zeit Zinsen und Tilgung ausgesetzt sind und offensichtlich oft nicht kalkulatorisch berücksichtigt werden.
Insolvenzverwalter „verkaufen“ das Unternehmen meist für den berühmten 1,00 Euro.

Der „Käufer“ geht dann entsprechend der Kaufkonditionen mit Dumpingpreisen in den Markt.

Der ursprüngliche Sinn des Gesetzes, dass der Verwalter die Fortführung des Unternehmens sichern soll, führt dazu, daß er selbst sehr hohe Einnahmen hat, in der Branche aber keine Strukturbereinigung erfolgt und weitere bisher gesunde Unternehmen und Arbeitsplätze gefährdet werden. Das zunächst gerettete Unternehmen gerät zudem oft in der Folgezeit in eine nächste Krise. Die Idee der Marktwirtschaft wird zerstört.

2. Subventionspolitik neue Bundesländer

Gesamtwirtschaftlich entsteht hier erheblicher Schaden und die Vernichtung von Arbeitsplätzen. Der Osteffekt ist zumeist kurzfristig positiv. Ein Druckunternehmen erhält in einer Branche, die ca. 30% Überkapazitäten hat, deutlich über 40% Subventionen, die nicht rückzahlbar und z. T. steuerfrei sind. Die Unternehmer – oft Westunternehmer, die ihre Investionsentscheidungen statt in den alten nun in die neuen Länder verlegen, haben damit erhebliche Wettbewerbsvorteile, da sie die Subventionen in ihrer Preispolitik berücksichtigen. Sie bieten also im Verdrängungswettbewerb zu deutlich niedrigere Preisen an, als die Kollegen dies können. Wegen der Überkapazitäten führt das zu Kündigungen und Insolvenzen – mit Steuergeldern.

Die Preise erholen sich nicht. Da irgendwann der Subventionsvorteil entfällt, wird möglicherweise auch der subventionierte Ostbetrieb in Schwierigkeiten kommen.

Der Effekt ist nicht nur verpufft, die staatl. Steuerung hat mit Hilfe von Steuermitteln Arbeitsplätze, ja Existenzen vernichtet.

Unsere Forderung ist es, die Subventionspolitik sofort zu beenden bzw. zumindest differenziert nach Branchen und Technologieprojekten (F+E) zu prüfen.

Wir können Ihnen für beide Themen eine Reihe von Beispielen nennen.
Im Rahmen Ihrer Wirtschafts- und Mittelstandspolitik erwarten wir von Ihnen, daß Sie sich mit diesem Thema lösungsorientiert auseinandersetzen.
Die Druckindustrie ist eine typische mittelständische Branche und befindet sich durch die Konjunkturkrise und die schlechten Voraussetzungen des Standortes Deutschland in einer anhaltenden Krise.
Wir sind gespannt darauf, ob Sie gezielt auf uns eingehen.
Im Rahmen unserer Möglichkeiten als Druck- und Verlagsbranche werden wir über unsere Kommunikation auch die Presse informieren.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Dömer

Pressemitteilung Expertenrunde am 10.02.2004 in Hamburg

23.02.2004


Am 10. Februar fand die angekündigte Expertenrunde „Printbuyer“ unter der Regie des Unternehmensberaters Michael Dömer und der MAN Roland AG in Hamburg statt. Ziel der Runde war es, alle Beteiligten der Wertschöpfungskette Druck an einen Tisch zu bringen, um über die derzeitige Effizienz und die zukünftige Ausrichtung der Prozesse rund um den Druck zu diskutieren. Die zentrale Frage war: „Wie können wir unser tägliches Geschäft besser, erfolgreicher und ertragsreicher gestalten?“

An der Expertenrunde nahmen ausgewählte Vertreter der verschiedensten Fraktionen teil. Angefangen bei Printbuyern aus der Industrie, von Werbeagenturen und Verlagen über Drucker, bis hin zu Herstellern aus den Bereichen Papier und Farben.

Für alle Teilnehmer der Prozesskette Druck ist vor allem ein aktueller Trend spürbar - einfache Produktlösungen sind nicht mehr erfolgreich. Die Märkte und die Kunden erwarten individuelle und facettenreiche Problemlösungen mit zusätzlichen Benefits. Henrik Schmidt, Geschäftsführer von Springer & Jacoby ist überzeugt: „Es gibt immer mehr Diversifikation bei Publikationen. Der Trend zur Kleinauflage ist immens.“ Hinzu kommt noch ein enormer Preisdruck auf alle Branchen der Druckindustrie und die neue große Medienvielfalt die dem klassischen Printprodukt zunehmend Konkurrenz macht.

Um diesen Trends gerecht zu werden, wird es immer wichtiger, sich nicht auf eine Insel zu flüchten, sondern Ziel muss sein, in Netzwerken zu kommunizieren, zu denken und zu handeln. Druckereien sollten sich als zentralen Knotenpunkt innerhalb eines Netzwerkes begreifen, so Frank Rump, Key Account Manager bei SunChemical. Zudem müssen Druckereien ihren Platz neu finden in der crossmedialen Welt. Michael Medweth, Geschäftsführer bei OZ Druck und Medien in Rheinfelden meint: „Wenn sich in den Köpfen der Druckindustrie nichts verändert, wird die Druckindustrie keine Chance haben.“ Druckereien müssen proaktiver werden und ihre Kunden mit Ideen auf Trab halten. „Meist wird aber erst  die Produktentwicklung der Druckereien gestartet, wenn Marktzwänge da sind“, so Robert Rabe, Jahreszeitenverlag in Hamburg. Wer sich statisch verhält, verhält sich zwangsläufig in Richtung Vergleichbarkeit, was den Preiskampf bei Druckprodukten zusätzlich fördert. Über kurz oder lang wird es die klassischen Druckereien nicht mehr geben, hier muss die Entwicklung zu vollstufigen Medienunternehmen stattfinden. Der Herstellprozess des Druckproduktes wird letztendlich nur noch Formsache sein.
Allheilmittel Netzwerk? Das Wort Vernetzung ist in aller Munde, aber über die Effektivität von so manchen Vernetzungsgedanken lässt sich trefflich streiten. „Aber Netzwerke sind die große Chance, es kann nur im Netzwerk funktionieren, denn Lösungen aus einer Hand sind wichtig“, sagt Günter Schlattmann, aus seinen langjährigen Erfahrungen als Bereichsleiter Marketing Services bei  KARSTADT Warenhaus AG in Essen.
Das Ziel von MAN Roland ist es, Initiator und Motor eines solchen Netzwerkes zu sein. Die Druckereien müssen dazu motiviert werden, sich aktiv am Gedankenaustausch mit der Zuliefer- und Weiterverarbeitungsindustrie zu engagieren. Im Rahmen des Netzwerkes muss eine Bündelung von Wissen stattfinden die keine Fragen offen lässt. Sozusagen ein „Who is who“ aller Unternehmen aus der Branche und deren Leistungsspektrum.

Zur Definition der konkreten Inhalte eines bedarfsgerechten Netzwerkes sind weitere intensive Gespräche geplant zusammen mit den Printbuyern, Druckern, Herstellern und Pre- und Postpress Fachleuten. Es muss eine anwenderorientierte Kommunikations- und Informationsplattform entstehen, die einen echten Nutzen darstellt. Denn so Peter Stämpfli von der Stämpfli Holding AG in Bern: „Ich muss nicht das Expertenwissen haben, sondern ich muss Koordinationswissen haben um das Expertenwissen einzuholen.“

Pressemitteilung zur 17. EWA-Konferenz

05.12.2003


90 Prozent der Mitglieder dieser Rollenoffsetorganisation, sowie einiger Tiefdrucker waren gekommen. Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich die Unternehmer oder Geschäftsführer. Mit rund 70 Prozent der deutschen Kapazitäten bildet die EWA ein erhebliches Meinungsbild der Branche. Neben den deutschen Firmen sind auch Unternehmer aus Holland, Österreich und Osteuropa vertreten.

In der 17. Konferenz konnte ein weiterer Interessent in den Kreis aufgenommen werden.

Gedämpfte Markterwartungen

Die Perspektive der Branche wird auch für 2004 skeptisch bewertet. Mit einer deutlichen Erholung der Werbewirtschaft sei nicht zu rechnen. Der Preisdruck halte allerdings an. Bemerkenswert sei, dass dennoch die Kapazitäten weiter ausgebaut würden. Einige Unternehmen berichten von Investitionsvorhaben.
Verstärkt ist der Wettbewerb aus Osteuropa zu spüren. Im Rahmen der Osterweiterung und zunehmenden Investitionstätigkeiten dort werden sich die Unternehmen auf einen weiteren Preisdruck auch dadurch einstellen müssen.

Berater Dömer empfiehlt, rechtzeitig vertikale wie horizontale Verbindungen mit osteuropäischen Unternehmen einzugehen.

Prozessoptimierung und Automatisierung gefordert

Besondere Bedeutung liege weiterhin in der Prozessoptimierung und dem Kostenmanagement. Gerade im Drupajahr werde man sich wieder mehr mit Technologie beschäftigen.

Das Gerede, die Branche sei zu technisch orientiert bezeichnet Dömer als „olle Kamellen“. Es sei vielmehr wichtig, sich mit dem Thema Automatisierung intensiv zu beschäftigen.

Markt fordert mehr fachliche Beratung

Ausführlich beschäftigte sich die Konferenz mit veränderten Anforderungen des Marktes. Dömer berichtet von Interviews mit namenhaften printbuyern im Rahmen eines umfangreichen Projektes, das er für MAN-Roland durchführt. Die Anforderungen der Kunden an die technische Beratung durch den Verkauf sei hoch und würde meist nur unzureichend erfüllt.

Bestätigt wurde diese Aussage durch den Geschäftsführer von Economia, Herrn Voegtle. Die Agentur gehört zu den größten Produktionsagenturen in Deutschland. In der Reihe „Kunden im Gespräch“, die die EWA in ihren Konferenzen regelmäßig durchführt, kam es zu einer kritischen und engagierten Diskussion zum Thema Kundenanforderung und Preispolitik. Es ist zweifellos so, dass die Forderungen an die Drucker immer höher werden, bei der Vergabe das „best price“ Kriterium dennoch ganz oben stehe. „Wer das schön redet, hat keine Ahnung von Praxis“, so Dömer.
Kritik an der Papierindustrie

Der Tagungsordnungspunkt „Die Entwicklung der Papierindustrie“ brachte so manche Unmutsäußerung. Der Konzentrationsprozeß in der Papierindustrie führe zu Verhalten, das oft wenig mit Kundenorientierung zu tun habe. Immer mehr würde das Endkundengeschäft offensiv durch die Lieferanten betrieben. Beispielsweise m-real bekenne sich in aller Offenheit dazu, in die Vergabepolitik aktiv Einfluß zu nehmen. Die Unternehmer der EWA werden nach Möglichkeiten suchen, dass die Druckindustrie „Herr des Verfahrens“ bleibe.
Insolvenzrecht und Subventionen gefährden Markt
Die Branchensituation werde auch verschärft durch das geltende Insolvenzrecht.

Unternehmer, die unter vorläufiger Insolvenzverwaltung stehen, betreiben oft eine dramatische Preispolitik. Durch die Entlastung von Lohn- und Gehaltszahlungen ergebe sich eine entlastete Kostensituation, die sich verzerrend auswirke. Besonders problematisch sei die Erfahrung, dass sich marode Firmen entschulden lassen, um sich dann mit billigst erworbenen Maschinen wieder in den Marktkampf zu begeben.

Im Auftrag der Unternehmer wird Michael Dömer eine entsprechende Eingabe in den politischen Gremien machen, um auf eine Überprüfung dieses Gesetzes hinzuwirken.

In diesem Zusammenhang wird auch die fortdauernde Subventionierung von Unternehmen in den neuen Bundesländern von der EWA nachdrücklich verurteilt. Der Eingriff des Staates zerstöre die marktwirtschaftlichen Mechanismen.

Die Strukturen verändern sich

Michael Dömer geht weiterhin von einer deutlichen Strukturveränderung der Branche aus. Die Anzahl der Unternehmen wird im Laufe der Jahre deutlich abnehmen. Die von einem Beratungsunternehmen dargestellte Zahl von 80 % sei jedoch deutlich übertrieben. Es werde zu mehr Fusionen kommen müssen. Ausländische Investoren seien am deutschen Markt aufgrund der Rahmenbedingungen kaum interessiert. Im Laufe der nächsten drei Jahre erwartet Dömer größere Anpassungsprozesse. Er appelliert an den EWA-Kreis, mehr Synergien offensiv miteinander zu gestalten. Wer zudem jetzt seine internen Strukturen der veränderten Situation anpasse, habe große Chancen. Das sei jedoch nur mit viel Konsequenz und auch Härte möglich.
Zum Abschluss der 17. Rollenoffset-Gipfel-Konferenz wird eine positive Bilanz der EWA-Arbeit gezogen. Für 2004 gibt es drei weitere Termine für Konferenzen, sowie eine Reihe konkreter selbst gestellter Aufgaben.

Eilige Presseinformation

28.11.2003


Der auf die Druckindustrie spezialisierte Unternehmensberater Michael Dömer schätzt die Lage der Druckindustrie auch für das Jahr 2004 kritisch ein. Selbst wenn es zu einer leichten Erholung der Werbewirtschaft kommen sollte, wird sich die Steigerung deutlich mehr im Anzeigenbereich zeigen.
Die Überkapazitäten und der weiter starke Kostendruck bei den Kunden der Druckindustrie führt zudem zu einem anhaltenden Preisdruck, der in 2003 einen neuen Höhepunkt erreicht hatte.

Verstärkt wird diese Situation nach Einschätzung von Michael Dömer dadurch, dass die Investitionstätigkeit in Druckmaschinen zunehmen wird. Viele Unternehmen nehmen im Drupa-Jahr Ersatzinvestitionen vor, die bisher zurück gehalten wurden. Umsatzsteigerungen seien zudem kein Indikator für eine Lagebeurteilung, da die meisten Insolvenzen bei Vollauslastung erfolgt seien.
Steuerpolitische Überlegungen und die Erwartung einer Zinswende unterstützen die Pläne dies nach Ansicht von Dömer.
Die Ausmaße der Investitionen würden keine große Dimension haben, aber in der jetzigen Marktsituation zu weiteren Unternehmenskrisen führen.
Gut aufgestellte Unternehmen würden allerdings besonders gestärkt aus der Krise herauskommen.

Die Osterweiterung werde zudem Auswirkungen auf die Preise haben. Neben der Befragung vieler Bogenbetriebe stützt Dömer seine Aussagen auf das Meinungsbild von rund 40 großen Rollenoffset- und Tiefdruckbetrieben, die in der von ihm geführten EWA (European Web Association) organisiert sind.

Pressemitteilung Oktober 2003

01.10.2003


Es wird soviel davon geredet, die Druckindustrie müsse sich mehr in den
Kunden hineinversetzen, sie sei zu technisch orientiert. Technik mit Kundenorientierung zu verbinden ist die Forderung des Branchenberaters Michael Dömer, für die Zukunft. Im Auftrag der MAN Roland Druckmaschinen AG führt er eine komplexe Studie über die Erwartungen wichtiger Rollenoffset printbuyer durch. Die Idee von MAN Roland Vorstand Gerd Finkbeiner: „Wir müssen mehr wissen, was die Kunden unserer Kunden erwarten. Das ist für uns die Basis unserer technologischen Entwicklung und Beratung der Druckindustrie“.

Zunehmend kontaktieren printbuyer direkt die Maschinen-, Papier- und Farb-lieferanten, um sich über Trends zu informieren. Die MAN Roland sieht sich als Koordinator dieses Netzwerkes und will die zentrale Funktion des Druckunternehmens stärken. „Print City muss jeden Tag sein“, so Josef Aumiller, MAN Roland. Die Lieferanten müssen mehr Netzwerke mit dem Drucker bilden, um dem printbuyer eine Lösung anzubieten.
Michael Dömer sieht dies in seinen Interviews mit Agenturen, Verlagen sowie Industrie und Handel bestätigt. Interessant und deckungsgleich sind die
Wünsche der printbuyer. Sie wollen mehr technologische Beratung, mehr technische Innovation, um in der Darstellung ihrer Produkte etwas Außergewöhnliches zu erreichen. Haptik ist dabei ein zentrales Stichwort.
Auffällig ist die Forderung der printbuyer nach neuen Profilen des klassischen Verkäufers. „Dort wird technische Kompetenz vermisst!“, so Dömer. Die
Forderung der printbuyer ist, dass die Mitarbeiter der Druckereien immer mehr „Part of Solution“ werden müssen.

Neben der Fortsetzung von Einzelinterviews findet im November ein Expertenhearing statt, bei dem ein Kreis aus Druckern, printbuyern und Lieferanten die bisherigen Ergebnisse diskutiert und vertieft. MAN Roland wird die Ergebnisse der Projektstudie auf der Drupa präsentieren.
Einkäufer von Print, die ihre Ideen, Wünsche, Erfahrungen und auch Kritik im Zusammenarbeit mit Rollenoffsetdruckern einbringen möchten, sind herzlich Willkommen.

Kontakt:

Michael Dömer Unternehmensberatung, Fon: 04158 / 88210.
MAN Roland Druckmaschinen AG
Corporate Marketing & Communications
Stadtbachstraße 1
86153 Augsburg
Michael Dömer Unternehmensberatung
Am Moorweg 28
21514 Güster
Fon 04158 / 88210
Fax 04158 / 88213,
e-mail: doemer.ub@t-online.de
www.doemer-ub.de

16. EWA-Gipfelkonferenz - Pressebericht Rollenoffset / Tiefdruck

23.07.2003


Die EWA (European Web Association) ist die aktivste und stärkste Interessenvertretung für den Rollenoffset, weil wir unternehmerisch arbeiten!, so der Unternehmensberater Michael Dömer, der die EWA im Jahre 1998 ins Leben rief und sie seitdem mit ständig steigender Anzahl von Unternehmern und Geschäftsführern führt.

Die Sommerkonferenz stand unter dem Eindruck von massiv fallenden Preisen zu Jahresbeginn. Unternehmensberater Michael Dömer zeigte in einer Statistik auf, dass im Laufe der letzten 3 Jahre alleine in Deutschland 25 (!) Rolloffsetdrucker insolvent waren, übernommen oder geschlossen wurden. Es wird zu weiteren Insolvenzen und Konzentrationsprozessen kommen, so Dömer. Für die printbuyer ist das Ergebnis des Preisverfalls zu kurz gesprungen. Innovationskraft und dauerhafte Leistungsfähigkeit sowie Vielfalt gibt es für die Kunden nur, wenn Geld verdient wird. Die Druck- und Verlagsbranche befinde sich in einer Strukturkrise und Strukturveränderung, die in anderen Branchen in ähnlicher Form schon länger vollzogen sei. Das Thema elektronische Medien spiele dabei aber eine untergeordnete Rolle. Die aktuelle Konjunkturkrise beschleunige einen Prozess, der sich auch sonst vollzogen hätte. Wer jetzt offensiv die Gestaltung neuer Strukturen organisiert, hat viele Chancen. Leider aber legen die meisten ihren Focus auf die Absicherung von bestehenden Strukturen.

Gerd Finkbeiner im Gespräch ...

hieß ein ca. 3-stündiger Teil der Konferenz. Ganz bewusst will die EWA keine Vortragsveranstaltung sondern mit den Gästen Klartext sprechen. Es kam gut bei den Unternehmern an, dass Finkbeiner in keiner Phase MAN-Roland-Marketing machte sondern aus seiner Sicht die nationale und internationale Printentwicklung darstellte und prognostizierte. Der Prozessoptimierung, Automatisierung und mehr Vernetzung von Drucker, printbuyer und Lieferantengruppe müsse wesentlich mehr Bedeutung gewidmet werden. Finkbeiner appelliert auch an die Unternehmer, in ihren Anforderungen konkreter und offensiver zu werden. Diese Aufforderung wurde dann auch gleich in die Tat umgesetzt. Eine Arbeitsgruppe wird gemeinsam mit einem MAN-Roland Team konkrete Lösungen erarbeiten.

Marktstudie Print-Entwicklung;  erste Ergebnisse

Michael Dömer präsentierte einige vorläufige Ergebnisse einer Marktstudie über die Entwicklung im Printbereich aus Sicht der printbuyer. Im Auftrag des MAN-Roland-Vorstandes arbeitet er als Berater in Zusammenarbeit mit den EWA-Unternehmern an einer komplexen Studie, die im Rahmen von round-table-Gesprächen zur Drupa 2004 vorgestellt wird. In persönlichen Befragungen von Kunden aus Verlagen, Agenturen, Handel und Industrie werden Trends deutlich, die zu offensivem Handeln der Druckunternehmer auffordern. Kostengesichtspunkte spielen eine große Rolle bei verschiedenen Produkten. So werden im Katalogbereich die Papiergrammaturen immer weiter reduziert, der frühere Hit, die Personalisierung, hat längst nicht mehr den Stellenwert, der prognostiziert war. Andererseits werden Merkmale gesucht, mehr aufzufallen. Formatvarianten und Klappumschläge sind Beispiele dafür. Bei den Interviews wird deutlich, dass auch hier mehr Vernetzung zwischen Kunde, Drucker und Lieferant hilfreich wird. Als Nebenprodukt wird ein Qualifikationsdefizit bei Verkaufsmitarbeitern deutlich. Immer mehr wird der Produktionsingenieur gewünscht statt der klassischen Verkäufer.

Gegen den Trend: Mehr Technik statt Trainerkitsch

Dömer fordert in seinen Lösungsansätzen zur Sicherung der Unternehmen dazu auf, dem Trainerkitsch nicht zu folgen sondern nach dem immer noch gültigen Prinzip der Marktwirtschaft das Unternehmen kostenorientiert und nach dem Prinzip der besten Leistung zu führen. Wer immer noch davon redet, die Branche sei zu technisch orientiert, lebt nicht in der Gegenwart–wir brauchen im Gegenteil technologische Konzepte zur Automatisierung und Prozessoptimierung, um bei nachgebenden Preisen noch Geld zu verdienen. Absurdes Beispiel sei ein kürzlich geäußerter Vergleich mit Davidoff–Zigarren. Davidoff wurde auf einem Symposium als Beispiel genannt, wie man mit Kunden umgehen sollte: Gehen Sie mal in ein Geschäft und verhandeln den Preis einer Davidoff – der Verkäufer wird die Zigarre erheitert selber rauchen!, so Dömer.

Papierindustrie: Trend zum Nachteil der Drucker

Ausführlich diskutierten die Unternehmer über die Konzentration und Politik der Papierindustrie. Der starke, weltweite Konzentrationsprozess führt zu einem Machtfaktor, der die Entwicklung der Branche beeinflusst. Es gibt kaum noch Spielräume. Auftragsströme werden von der Papierindustrie gesteuert–hier ist ein Oligopol, so ein Unternehmer. Besonders bedenklich ist, dass die Papierindustrie massiv das Endkundengeschäft betreibt. Zum Teil würde auch darüber das Preisdumping beschleunigt. Scharfen Protest richten die Unternehmer gegen einen Anbieter, der dabei ist, eine Kapazitätsbörse über Internet aufzubauen, in dem die Drucker ihre freien Kapazitäten einbringen sollen. Mit dieser Form des Makelns über die Papierindustrie sehen die Drucker eine Einmischung in ihren Bereich, den sie nicht unterstützen werden. Entsprechend wurde ein Schreiben der EWA an den Hersteller gerichtet.

Bedeutung der Zeitungskrise für den Akzidenzmarkt

Auffällig ist eine starke Zunahme der Anzeigen zu Lasten von Beilagen. So belegen große Discounter und Automobilhersteller cold-set-produzierte Anzeigenseiten in Zeitungen. Nachlässe bei Anzeigenpreisen verstärken das. Bemerkenswert auch die Aktivitäten von Zeitungshäusern, Produkte, die bisher im heat-set laufen, für ihre cold-set oder semi-comercial Anlagen zu gewinnen.

Dies wird kein Trend, so die Überzeugung der Unternehmer, man müsse jedoch den Kunden die deutlichen Vorteile in der Produktion und besonders der Produktionsorganisation bei den Akzidenzdruckern noch deutlicher machen.

Berater Dömer empfahl allerdings, dem Strukturwandel im Verlagsbereich mit klaren Konzepten zu begegnen. Die Veränderungen im Zeitungs- und Zeitschriftenbereich werden voranschreiten–der Druckunternehmer muss offensiv die Richtung für sich bestimmen.

Weg mit Subventionen und Bürgschaften

Auch wenn es für den einzelnen Unternehmer oft eine Hilfe ist, so muss erkannt werden, dass jegliche Subvention und die Übernahmen von Bürgschaften von Land und Bund wettbewerbsverzerrend ist. Es könne nicht sein, dass erfolgreiche Unternehmer mit ihren Steuergeldern schlecht geführte Betriebe und damit ihren eigenen Wettbewerber subventionieren. Auch die Förderung von Unternehmen in den neuen Bundesländern hätten zu Marktungleichgewichten geführt. Diese Subventionspolitik sei marktwirtschaftsfeindlich und gehöre abgeschafft. Michael Dömer wird von den Unternehmern aufgefordert, einen Brief an die entsprechende staatliche Organisation zu schreiben.

Zur Tarifsituation

Ein lachendes und ein weinendes Auge haben die Unternehmer bei der Beurteilung des Tarifabschlusses. So schön es sei, dass der Abschluss im Verhältnis niedrig ist, so absurd sei immer noch die grundsätzliche Einstellung. Wenn Umsatz und Rendite sinken, wenn 2 Jahre in Folge massive Einbrüche im Werbemarkt zu verzeichnen sind, wenn die Preissteigerung unter der Lohnentwicklung liegt, wenn rund 5 Mio. Menschen ohne Arbeit sind, wenn sogar SPD-Politiker von 0-Runden reden, dann ist es absurd, Löhne zu steigern, sie müssten rückläufig sein. So Dömer, der zu diesen Aussagen eine breite Zustimmung findet. Die EWA-Unternehmer hatten im Vorfeld der Tarifverhandlungen den Verband aufgefordert, maximal kostenneutrale Abschlüsse zu akzeptieren.

Viele weitere Einzelthemen werden eifrig diskutiert. Auch nach der 16.-EWA-Konferenz ist das Engagement ungebrochen. Weitere Unternehmer werden aufgenommen. Die EWA umfasst damit mehr als 45 Unternehmen. Nach Schätzungen sind es rund 70% der Maschinenkapazität im deutschen Markt.

Appell zu mehr Mut und Selbstbewusstsein

Dömer appelliert an die Unternehmer zu mehr Engagement und Mut zum Querdenken. Konsequentes Handeln sei gerade jetzt gefordert. Backe, backe Kuchen wird sowohl in den Unternehmen als auch in Wirtschaft und Gesellschaft zum Nachteil sein. Erfolge werden nicht durch Konsens oder runde Tischen sondern durch Entschlossenheit und Konsequenz erreicht. so Dömer in seinem Schlusswort.

Online Handelskongress 2012


Wie bereits in 2011 startet auch dieses Jahr wieder mit einer Flut an Kongress Angeboten über die Zukunftsstrategien des Onlinehandels und Online-Marketings. Das Opening bestritt der Branchen Kick-Off Jahreskongress Online Handel 2012 des Management Forum der Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH Ende Januar in Bonn unter dem Motto „Online wird zu No-Line Handel“ .

Insgesamt rund 50 (!) Vorträge – aufgeteilt in 3 parallele Sessions über 2 Tage: Das war ein gewaltiges Programm und oft hatte man die Qual der Wahl. Positiv die insgesamt gute Organisation. Das futuristische und anspruchsvolle Hotel Kameha Grand in Bonn am Rhein war der richtige Rahmen (alles fließt). Die Frage ist nur, ob nicht weniger mehr wäre. Manch ein Vortrag war „fast food“, manch anderer nur eine Produktpräsentation von Herstellern. Die Zeit für Nachfragen und erst recht für Diskussionen war zu kurz. So mancher vermeidliche Trend muss wirklich infrage gestellt werden. Wie so viele Hypes – es kommt dann doch anders als man denkt.

Zunehmende Verschmelzung der Vertriebskanäle

Mit zunehmender Internetnutzung und rasantem Anstieg der Nutzung mobiler  Endgeräte, wie Smartphones und Tablet-Computer,  verschmelzen in den kommenden Jahren die Online- und Offline-Vertriebskanäle zu „Multi-Channel-Systemen“. Die  nächste Entwicklungsstufe  des Multi-Channeling gilt  dem sogenannten No-Line-Handel.  Die unterschiedlichsten Absatzkanäle vernetzen sich in einer Intensität, dass der Kunde sie als getrennte Verkaufsplattform gar nicht mehr wahrnimmt. 

Die Kunden nutzen mind. 2 Vertriebskanäle, wobei hier informieren, vergleichen und kaufen die Nutzungsmotivationen darstellen.  So kommt der Onlinehandelhandel unaufhaltsam in die Läden. Eine völlig neue Marktsituation entsteht, denn der Kunde vergleicht nicht nur stationär vs stationär, sondern on/offline.

Chance und Risiko

Den Onlinehandel auch im Stationärgeschäft einzubinden ist wiederum eine –insbesondere für große Handelsformate/Warenhäuser-  durchaus positive Entwicklung. Zumindest in den USA erleben große Betriebsformen, wie JC Penney oder Nordstrom geradezu eine Renaissance im Wechselspiel des Informierens und Kaufens durch die Einbindung von Touchpoint Countern, oder Ausstattung des Personals mit Tablet Endgeräten. Doch die Chancen, die mit der wachsenden Zahl der Kommunikationskanäle verbunden sind, stellen zugleich auch ein erhöhtes Risiko dar: Ein Kunde, der im Internet, auf dem Smartphone oder dem Tablet-PC ein schlechtes Nutzererlebnis hat, meidet höchstwahrscheinlich auch den stationären Laden oder umgekehrt. Dieser kann sich selbst komplett ins Abseits bringen.  Betroffen sind hier insbesondere die kleinen und mittleren Handelsunternehmen, die noch gar nicht die Zeit , Ressourcen oder das Kapital hatten eine komplett professionalisierte Multi Channel  Vertriebsstruktur aufzubauen.

Was heißt das für Unternehmen?

Zum einen: die Zukunft wird wieder real, im Laden, man kann sie wieder “fassen“.

Zum anderen: wir stehen erst am Anfang dieser Entwicklung und können uns dem Online Trends nicht entziehen, denn die Welt von morgen wird eine andere sein. Der Kunde kauft anders, kommt auf vielfältigste Weise ins Geschäft – und - damit er kommt, dafür muss der Handel deutlich mehr tun.

Wo stehen die Unternehmen?

Zur Zeit beschäftigen sich die meisten Mittelständler immer noch mit der Frage, ob sie überhaupt online gehen sollen. Haben sie diese Einsicht gewonnen, wissen sie auch, dass sie  gleichzeitig auch die Einbindung in das Social Commerce vornehmen müssen, war doch 2011 geprägt von Horrorszenarien, für den, der keine Follower hat. Es ist allerdings deutlich stärker zu differenzieren, was überhaupt „social media geeignet“ ist. Die Prognosen der Fan- Gemeinde schießen weit über das Ziel hinaus.

Und der nächste Trend steht auch schon vor der Tür – Mobile Commerce auf allen erdenklichen Endgeräten, Kunden, die nur noch bewaffnet mit ihrer mobilen Preissuchmaschine von einem QR Code zum nächsten shoppen.

Print bleibt

Interessant, dass die Freaks auf dem Kongress unter sich bleiben. Das Wort Print kommt selten vor, Gäste aus diesem Segment sind eine kaum wahrzunehmende Randgruppe. Interessant aber die Realität: In keinem Bereich geht es ohne. Im Gegenteil: Immer mehr Internet-Shop-Anbieter entdecken das Medium Katalog und Mailling oder Plakat. Zalando, Net a porter sind da nur prominente Beispiele. Auch der stationäre Händler, der ins Netz geht, nutzt zunehmend Print. Die Werbewirtschaft wird Markenbildung nicht alleine via Internet erreichen. Die Printbranche aber muss aus der Starre des Selbstmitleids raus. Es gibt eine neue Welt. Die ist Multichannel und Multimedia – in allen Bereichen ist Crosskompetenz ein „must have“.

Die Veranstaltungen und Summits der Zukunft werden entsprechend auch mehr Differenzierung und Komplexität brauchen. Das wird geschehen, wenn der Hype des Neuen sich legt.

Kaufmann bleiben statt Trendsurfen

Wie soll sich ein Unternehmer nun realistisch verhalten? Den Laden besser gleich schließen, oder alles mitmachen, ohne genau zu wissen, ob und wann der return on invest kommt?

Gibt es eine Lösung?

Ja, es gibt sie: gesunder „Menschenverstand“ und „Kaufmann“ bleiben.

Wer nur alles mitmacht in der Onlineschwarmintelligenz ist ein Getriebener, der off- u. online untergeht. Step by step herantasten, testen, messen, verstehen, Ableitungen treffen und das Ruder in der Hand behalten.

Das ist die Aufgabenstellung an den Handel. 

Wenn etwas gemacht wird, aber bitte professionell, sonst wird’s teuer.

Güster, den 13.02. 2012 
Michael Dömer

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